Fördervoraussetzungen und Antragsberechtigungen

Ein im ZIM zuwendungsberechtigtes Netzwerk besteht aus mindestens 6 voneinander unabhängigen mittelständischen Unternehmen. Bei diesen muss es sich um KMU nach EU-Definition gem. ZIM-Richtlinie, Punkt 3.1.1 a) oder um weitere mittelständische Unternehmen gemäß ZIM-Richtlinie, Punkt 3.1.1 b) handeln. Darüber hinaus wird zusätzlich ein Netzwerkmanagement benötigt, welches von einem Unternehmen oder einer Einrichtung getragen wird, welche(s) mit dem Netzwerk keine eigenen wirtschaftlichen Interessen verfolgt und die Rolle eines Neutralen Intermediärs einnehmen kann.

Die Netzwerkförderung gliedert sich in zwei Phasen:

  • Die Phase 1 dient der Etablierung des Netzwerks, der Erarbeitung der Netzwerkkonzeption, sowie der Entwicklung einer technologischen Roadmap.
  • In der Phase 2 zielt die Förderung auf die Umsetzung der Netzwerkkonzeption, die koordinierende Unterstützung der Netzwerkpartner bei der Umsetzung der FuE-Projekte entsprechend der Technologischen Roadmap und die Vorbereitung der Markteinführung ab.

Die Förderung der Phase 2 setzt (neben der Vorlage der vollständigen Antragsunterlagen in bewilligungsreifer Qualität) eine erfolgreiche Phase 1 und die Vorlage einer überzeugenden Technologischen Roadmap voraus. Die Förderung eines Netzwerkes ist in der Regel auf drei Jahre begrenzt. Dabei darf die Dauer der Phase 1 zwölf Monate nicht überschreiten.

Ergänzend zu den FuE-Projekten der Netzwerkpartner können Leistungen zur Markteinführung für KMU gefördert werden. Dabei handelt es sich um Dienstleistungen externer Dritter zur Unterstützung der Verwertung der Ergebnisse der in ZIM geförderten FuE-Projekte.

Antragsberechtigt sind externe Einrichtungen, die über die erforderlichen technologischen Kompetenzen verfügen, Erfahrungen im Projektmanagement und Marketing besitzen, eng mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten, Erfahrungen in der Moderation und im Coaching von Innovationsprozessen und ein Mandat der Netzwerkpartner vorweisen können. Dies sind z. B:

  • Technologie-und Gründerzentren
  • Technologie-und Innovationsagenturen
  • Wirtschaftsförderverbände
  • RKW, Industrie- und Handwerkskammern
  • privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen und Einrichtungen (z. B. Unternehmens- und Innovationsmanagementberatungen).

Am Netzwerk beteiligte Forschungseinrichtungen sind ebenfalls antragsberechtigt, wenn sie die erforderlichen marktorientierten Managementdienstleistungen für die Unternehmen erbringen können. Dies sind z. B.:

  • Universitäten / Hochschulen
  • außeruniversitäre öffentliche Forschungseinrichtungen
  • private, nicht gewinnorientierte Forschungseinrichtungen.

Da Netzwerkmanagementeinrichtungen die Ergebnisse ihrer Netzwerke nicht wirtschaftlich verwerten dürfen, gibt es in Bezug auf die Anzahl der jährlich einreichbaren Förderanträge keine Begrenzung.

Die maximale Zuwendung für das Management des Kooperationsnetzwerkes beträgt 380.000 € , wobei auf die Phase 1 nicht mehr als 160.000 € entfallen dürfen.

Die Netzwerkmanagementeinrichtung muss über das zur ordnungsgemäßen Abwicklung notwendige technologische und betriebswirtschaftliche Potential verfügen. Dazu gehören ein fester Mitarbeiterstamm und Erfahrungen im Themenfeld und den angrenzenden technologischen Disziplinen eines Netzwerkes sowie im Management von Innovations- und Vermarktungsprozessen. Somit sind Neugründungen bzw. Einzelunternehmen für das Management eines Kooperationsnetzwerkes nicht geeignet.

Die Netzwerkmanagementeinrichtung muss außerdem die Rolle eines neutralen Intermediär erfüllen.

Die Netzwerkmanagementeinrichtung darf keine eigenen wirtschaftlichen Interessen an den Ergebnissen des Netzwerkes besitzen. Darüber hinaus darf sie keine Beteiligungen an Netzwerkunternehmen halten. Umgekehrt sind auch Beteiligungen von Netzwerkunternehmen an der Netzwerkmanagementeinrichtung auszuschließen. Dies gilt auch für die als Netzwerkmanager agierende(n) Person(en).

Die Netzwerkmanagementeinrichtung tritt lediglich als Dienstleister für die Netzwerkorganisation auf. Eine Beteiligung an der wirtschaftlichen Verwertung der Projektergebnisse ist nicht möglich, da dann die Stellung als neutraler Intermediär verletzt wäre.

Eine Forschungseinrichtung kann das Management eines Netzwerkes übernehmen und sich parallel dazu an den FuE-Aktivitäten des Netzwerkes beteiligen.

Es muss jedoch gewährleistet sein, dass sie entsprechend der Richtlinie (Punkt 3.2) keine eigenen wirtschaftlichen Interessen an den Ergebnissen des Netzwerks hat. Dies ist z. B. bei der Regelung zur (gemeinsamen) Verwertung der Ergebnisse in den Kooperationsvereinbarungen in FuE-Projekten zu beachten: Eine Beteiligung am Gewinn aus den erzielten Ergebnissen darf maximal bis zur Höhe des eigenen (nicht geförderten) Aufwands für die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten erfolgen.

Die im Förderantrag benannten Netzwerkmanager müssen grundsätzlich sowohl technologische Kompetenzen und Erfahrungen im Themenfeld des Netzwerkes als auch Managementkompetenzen aufweisen. Die Managementkompetenzen müssen hierbei mindestens die Bereiche Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Projektmanagement abdecken. Zwar muss nicht jeder benannte Netzwerkmanager über jede der genannten Kompetenzen verfügen, jedoch muss das Netzwerkmanagementteam in seiner Gesamtheit alle erforderlichen Kompetenzen einbringen. Darüber hinaus sollten die benannten Netzwerkmanager über Hochschulabschlüsse verfügen.

Es muss mindestens ein Netzwerkmanager benannt werden. Um zwischenzeitliche Abwesenheiten kompensieren zu können und durchgängig einen Ansprechpartner für die Netzwerkpartner bereitstellen zu können, wird jedoch empfohlen, mindestens zwei Netzwerkmanager zu benennen. Die Obergrenze für das Managementteam liegt bei drei Netzwerkmanagern.

Es werden Managementleistungen zur konzeptionellen Vorbereitung, Koordination und Betreuung von innovativen Netzwerken gefördert. Gefördert werden nur Leistungen, die den Anforderungen gemäß Anlage 2 der ZIM-Richtlinie vom 15.04.2015 entsprechen und vom Zuwendungsempfänger erbracht oder von diesem in Auftrag gegeben worden sind. Hauptziel der Managementleistungen ist die detaillierte Festlegung und Beschreibung von Entwicklungszielen und -themen, die in eine Technologische Roadmap münden (Phase 1). Die Koordinierung der Beantragung und Umsetzung der FuE-Projekte aus dem Netzwerk sowie die Beratung und Unterstützung bei der Markteinführung der neuen Produkte gehören zu den wichtigsten Managementaufgaben der Phase 2.

Als reguläre Netzwerkpartner gelten:

  • alle am Netzwerk beteiligten Unternehmen, die im ZIM antragsberechtigt sind und die Anlagen 8a und 9 (De-minimis) sowie die bilaterale Netzwerkvereinbarung (Phase 1) bzw. multilaterale Netzwerkvereinbarung (Phase 2) unterschrieben haben und in der Regel einen Eigenanteil zahlen,
  • Forschungseinrichtungen, Universitäten und Hochschulen, welche im ZIM antragsberechtigt sind, die Anlage 8a unterschrieben haben und ebenfalls in die bilaterale (Phase 1) bzw. multilaterale Netzwerkvereinbarung (Phase 2) aufgenommen werden, unabhängig davon, ob sie einen Eigenanteil zahlen oder nicht,
  • Diese Partner sind in Anlage 7.1a des Antrages aufzuführen.

Als assoziierte Netzwerkpartner gelten:

im ZIM nicht antragsberechtigte Unternehmen und Einrichtungen aus dem Inland sowie Partner aus dem Ausland, die die Anlage 8b unterschrieben haben.

Dies können z.B. größere Unternehmen, Kommunen, Verbände oder ausländische Unternehmen und Einrichtungen und auch Forschungseinrichtungen sein.

Sie dürfen keinen regulären Eigenanteil leisten. Sie können jedoch einen Beitrag zur Finanzierung des Netzwerkmanagements leisten, der die von ihnen in Anspruch genommenen Leistungen abdeckt. Diese werden als Mittel Dritter von den Netzwerkkosten abgezogen, der verbleibende Betrag ergibt die zuwendungsfähigen Kosten.

Diese Partner werden in der Anlage 7.1b aufgeführt.

Gemäß ZIM-Richtlinie 3.1.3 können an den Kooperationsnetzwerken auch im ZIM nicht antragsberechtigte Unternehmen und Einrichtungen aus dem Inland sowie Partner aus dem Ausland beteiligt werden.

Diese erhalten jedoch keine Förderung nach dieser Richtlinie und somit auch keinen de-minimis Bescheid.

Diese Partner werden als assoziierte Netzwerkpartner bezeichnet. Sie dürfen keinen regulären Eigenanteil leisten. Sie können jedoch einen Beitrag zur Finanzierung des Netzwerkmanagements leisten, der die von ihnen in Anspruch genommenen Leistungen abdeckt. Diese werden als Mittel Dritter von den Netzwerkkosten abgezogen, der verbleibende Betrag ergibt die zuwendungsfähigen Kosten.

Assoziierte Netzwerkpartner sind in der Anlage 7.1b aufzuführen und müssen eine unterschriebene Anlage 8b vorlegen. Darin sind eine Absichtserklärung zur Mitwirkung als assoziierter Partner sowie die Höhe des finanziellen Beitrages enthalten.

Die multilaterale Vereinbarung braucht von den assoziierten Netzwerkpartnern nicht unterschrieben zu werden.

Im Netzwerk können verbundene Unternehmen und Partnerunternehmen gemäß der EU-Definition zusätzlich mitwirken, sofern die Mindestanzahl von sechs voneinander unabhängigen mittelständischen Unternehmen im Netzwerk nicht unterschritten wird. (Punkt 4.4.2 d der ZIM-Richtlinie ist auf Netzwerkprojekte nicht anzuwenden).

Ingenieurbüros können mitwirken. Allerdings kann ein Netzwerk nicht überwiegend aus Ingenieurbüros bestehen. Die Netzwerkstruktur sollte sich vorzugsweise an einer Wertschöpfungskette orientieren und den Netzwerkzielen entsprechen. Darüber hinaus muss das Netzwerk wirtschaftlich stabil sein und die im Netzwerk geplanten FuE-Projekte auch umsetzen können.

Eine Forschungseinrichtung kann das Management eines Netzwerkes übernehmen und sich parallel dazu an den FuE-Aktivitäten des Netzwerkes beteiligen.

Es muss jedoch gewährleistet sein, dass sie entsprechend der Richtlinie (Punkt 3.2) keine eigenen wirtschaftlichen Interessen an den Ergebnissen des Netzwerks hat. Dies ist z. B. bei der Regelung zur (gemeinsamen) Verwertung der Ergebnisse in den Kooperationsvereinbarungen in FuE-Projekten zu beachten: Eine Beteiligung am Gewinn aus den erzielten Ergebnissen darf max. bis zur Höhe des eigenen (nicht geförderten) Aufwands für die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten erfolgen.

Die Netzwerkpartner nehmen Dienstleistungen des Netzwerkmanagements in Anspruch. Diese Leistungen werden durch das BMWi gefördert. Daher zahlen die regulären Netzwerkpartner entsprechend dem jeweiligen Förderquotenzeitraum nur einen gewissen Prozentsatz der in Anspruch genommen Leistungen. Die Förderung der Netzwerkmanagementleistungen ist degressiv gestaffelt. Der zu erbringende Eigenanteil entspricht 10 %, 30 %, 50 % bzw. 70 %. Damit sind die am Netzwerk beteiligten regulären Netzwerkpartner Begünstigte des Förderprogramms, obwohl die Förderung an das Netzwerkmanagement ausgereicht wird.

Die Förderung der Netzwerkmanagementleistungen stellt für die begünstigten Unternehmen (also Unternehmen, die als reguläre Netzwerkpartner mitwirken) in Deutschland eine Beihilfe nach den Vorschriften der EU dar, die im Rahmen des De-minimis-Verfahrens abgewickelt wird. Die beteiligten Unternehmen müssen deshalb während der geplanten Projektlaufzeit über ausreichend Restfördermöglichkeiten im De-minimis-Verfahren verfügen. Für jedes regulär am Netzwerk beteiligte Unternehmen wird auf Grundlage des vereinbarten Eigenanteils die anteilige Zuwendung berechnet, über die ein De-minimis-Bescheid erteilt wird.

Aus der Netzwerkarbeit resultierende FuE-Projekte können im ZIM oder durch andere FuE-Fördermaßnahmen von Bund, Ländern oder EU unterstützt werden.

Auf den Zeitpunkt der Antragstellung, d. h. das Datum des Eingangs des Antrages beim Projektträger. Kurzfristige Änderungen in der Antragsphase sind zeitnah mitzuteilen.

Entsprechend Art. 2 Nr.18 EU-Verordnung Nr. 651/2014 gelten die dort definierten Merkmale für ein sogenanntes „Unternehmen in Schwierigkeiten“ auch für die Antragsberechtigung im ZIM. Bei der Antragstellung können diese Merkmale im Wortlaut der EU-Verordnung direkt aus der Anlage 10 des ZIM-Antragsformulars zur Kenntnis genommen werden.

Demnach gilt ein Unternehmen bereits dann als „Unternehmen in Schwierigkeiten“ im Sinne der EU-Regelungen, wenn im Fall einer Kapitalgesellschaft (GmbH, AG, KGaA) mehr als die Hälfte des gezeichneten Stammkapitals infolge aufgelaufener Verluste verlorengegangen ist. Analog gilt dies für eine Personengesellschaft (OHG, KG, GmbH & Co. KG, GmbH & Co. OHG), bei der mehr als die Hälfte der Eigenmittel infolge aufgelaufener Verluste verlorengegangen ist.
Grundlage der Bewertung ist generell der letzte bestätigte Jahresabschluss, der nicht älter als zwei Jahre sein soll.

Ein klares Anzeichen für ein „Unternehmen in Schwierigkeiten“ liegt vor, wenn in der Bilanz auf der Aktivseite die Position „nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag“ ausgewiesen wird!

Ein Prüfanlass ist gegeben, wenn auf der Passivseite der Bilanz die Einzelpositionen „Verlustvortrag“ und/oder „Jahresfehlbetrag“ ausgewiesen werden. In diesem Fall ist bei einer Kapitalgesellschaft zu überprüfen, ob unter Berücksichtigung von eventuellen Rücklagen das gezeichnete Stammkapital zur Hälfte verloren gegangen ist. Analog ist bei einer Personen-gesellschaft zu prüfen, ob nicht mehr als die Hälfte der Eigenmittel verloren gegangen ist.

Nur wenn im Ergebnis der Selbstprüfung zur Anlage 10 des ZIM-Antragsformulars durch den Antragsstellers festgestellt wird, dass keines der dort genannten Merkmale für ein „Unternehmen in Schwierigkeiten“ zutrifft, kann die entsprechende Eigenerklärung abgegeben werden.

Antragstellung

Grundsätzlich ist für beide Förderphasen ein Projektbeginn erst ab dem Monat möglich, in dem der Antrag vollständig und in bewilligungsreifer Qualität vorliegt. Daher sollten die Anträge möglichst zwei Monate vor dem geplanten Projektstart gestellt werden. Darüber hinaus ist zu beachten, dass der Projektstart der Phase 1 frühestens zum Datum des bestätigten Antragseingangs beim Projektträger erfolgen darf.

Mit dem Antrag auf Förderung der Phase 1 müssen vorgelegt werden:

  1. Von mindestens sechs voneinander unabhängigen und im ZIM antragsberechtigten mittelständischen Unternehmen unterschriebene Mandatserteilungen an die künftige Netzwerkmanagementeinrichtung. Diese Mandate müssen die ZIM-Förderung als aufschiebende Wirkung für das Zustandekommen des Auftrages enthalten.
  2. Die unterzeichneten Anlagen 8a und b und ggf. 9 von allen Netzwerkpartnern.
  3. Vorlage der bilateralen Netzwerkvereinbarungen (inkl. Regelung bzgl. der finanziellen Eigenbeteiligung) zwischen allen regulären Netzwerkpartnern und der Netzwerkmanagementeinrichtung mit der ZIM-Förderung als aufschiebender Wirksamkeitsbedingung.

Mit dem Antrag auf Förderung der Phase 2 ist neben den vollständigen Antragsunterlagen.

(siehe auch Richtlinie Anlage 2 und Punkt 5.17) auch eine von allen regulären Netzwerkpartnern unterzeichnete multilaterale Netzwerkvereinbarung (multilaterale vertragliche Regelung zur Fortsetzung der Zusammenarbeit) vorzulegen. Dabei kann die Eigenbeteiligung entweder in der multilateralen Netzwerkvereinbarung oder gesondert (bilateral) vereinbart werden.

Idealerweise sollten bei den inhaltlichen Darstellungen des Antrages (Anlagen 2 und 4) die Gliederungsvorgaben der entsprechenden Formulare eingehalten werden. Beim Netzwerkkonzept (Anlage 4) sollte für Phase 1 der Fokus auf der Netzwerkvision (inklusive der zur Erreichung angedachten FuE-Ideen) sowie der Notwendigkeit zur Zusammenarbeit im Netzwerk gelegt werden. Bei der Beantragung einer Phase 2 sollten die FuE-Projektideen mitsamt der zugehörigen Lösungsansätze und technischen Risiken den Schwerpunkt bilden und im Vergleich zur Phase 1 deutlich konkreter ausgearbeitet sein. Die Anlage 4 sollte einen Umfang von 20 Seiten in der Regel nicht überschreiten.

Nein, nicht zwingend. Jedoch ist zumindest der Inhalt des geplanten Auftrags ausführlich zu beschreiben, sodass die Förderwürdigkeit und der Aufwand beurteilbar werden. Beachten Sie, dass im Falle einer Bewilligung die Mittel für den Auftrag gesperrt werden. In diesem Fall sind vor der Auftragsvergabe das ausgewählte Angebot sowie ggf. zwei Vergleichsangebote und eine Begründung für die Auswahl vorzulegen.

Bei einer Auftragshöhe von über 10.000 € sind stets drei Angebote vorzulegen, es sei denn, es gibt nur einen Anbieter für die Leistung, es bedarf eines besonderen Vertrauensverhältnisses oder Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse stehen dem entgegen. Bei einer bis zu 10.000 € liegenden Auftragshöhe reicht die Vorlage desjenigen Angebots aus, das ausgewählt wurde. Der Auftragsgegenstand ist inhaltlich und zeitlich zu konkretisieren sowie entgeltlich (ggf. mit Tagwerk, Stundensatz, Stückzahl) zu untersetzen.

Die De-minimis-Erklärung muss von den Unternehmen abgegeben werden (Anlage 9 des Antrages), die als regulärer Netzwerkpartner im Netzwerk aktiv werden und einen Eigenanteil zahlen. Soweit ein Unternehmen bereits De-minimis-Beihilfen erhalten oder beantragt hat, sind diese in der Erklärung aufzuführen (vom laufenden und den zwei vorangegangenen Steuerjahren zum Zeitpunkt der Antragstellung). Universitäten, Hochschulen, FuE-Einrichtungen, die als regulärer Netzwerkpartner mitwirken, brauchen keine De-minimis-Erklärung ausfüllen. Assoziierte Netzwerkpartner, egal welchen Typs, brauchen ebenfalls keine De-minimis-Erklärung vorzulegen.

Für jede Phase muss ein separater Antrag auf Förderung gestellt werden. Eine Anschlussförderung der Phase 2 kann nur bei erfolgreich beurteiltem Abschluss der Phase 1 und überzeugender Technologischer Roadmap bewilligt werden.

Der Zeitraum zwischen Abschluss der Phase 1 und Beginn der Phase 2 sollte so kurz wie möglich sein, aber 3 Monate nicht überschreiten. Die Förderung kann jedoch erst ab dem Monat fortgesetzt werden, in dem die vollständigen Antragsunterlagen in bewilligungsreifer Form und Qualität vorliegen.

Für eine nahtlose Fortführung der Phase 2 muss der vollständige Antrag auf Förderung der Phase 2, sowie der Sachbericht der Phase 1, spätestens 14 Tage nach Abschluss der Phase 1 beim Projektträger vorliegen (unabhängig vom zahlenmäßigen Verwendungsnachweis der Phase 1, für den der Zuwendungsempfänger drei Monate Zeit hat). Liegt der Antrag vollständig und in bewilligungsreifer Qualität vor, kann die Förderung fortgesetzt werden.

Über eine Pause von einem bis zu drei Monat(en) zwischen beiden Phasen ist der Projektträger bis spätestens zum Ablauf der Phase 1 rechtzeitig zu informieren.

Der vollständige Antrag für die Phase 2 enthält:

  1. die rechtsverbindlich unterschriebenen Antragsunterlagen (siehe http://www.zimbmwi.de/kooperationsnetzwerke/Download) einschließlich der Technologischen Roadmap,
  2. die Darstellung der Ergebnisse der Phase 1 in Form eines Sachberichtes,
  3. eine vertragliche Regelung zur Fortsetzung der Netzwerkarbeit für die gesamte Phase 2 (multilaterale Netzwerkvereinbarung zwischen den regulären Netzwerkpartnern).

Unter der Technologischen Roadmap wird die Entwicklungsstrategie des Netzwerkes verstanden. In ihr sind alle Entwicklungsprojekte, die beteiligten Partner, mögliche Finanzierungs-(Förder-) quellen und deren geplanten zeitlichen Abläufe darzustellen. Die im Netzwerk generierten FuE-Ansätze sind dabei in einer Form zu beschreiben, die eine Einschätzung des Innovationsgehaltes, der Umsetzbarkeit der Projekte und deren technische Risiken ermöglicht.

Gemäß ZIM-Richtlinie ist ein wesentliches Ergebnis der Phase 1 der Abschluss einer vertraglichen Regelung zur Fortsetzung der Zusammenarbeit im Netzwerk (multilaterale Netzwerkvereinbarung). Diese soll die Zusammenarbeit der Partner untereinander und mit der Netzwerkmanagementeinrichtung regeln. Die Netzwerkvereinbarung ist Bestandteil des Phase 2 Antrages und muss mit der Antragstellung vorgelegt werden. Weitere Mindestanforderungen bzw. wichtige Bestandteile sind:

  • Regelung der geplanten Zusammenarbeit aller beteiligten Partner zur gemeinsamen Umsetzung der Netzwerkidee (technologische Roadmap),
  • Beauftragung der Netzwerkmanagementeinrichtung,
  • die Finanzierungs- und Eigenanteilsregelung durch die Netzwerkpartner,
  • Laufzeit,
  • Verweis auf die Antragsunterlagen in der jeweils gültigen bewilligten Form,
  • Darstellung/Regelung zum Umgang mit Schutzrechten und ggf. zur Geheimhaltung (Schutzrechtskonzeption).

In der weiteren Gestaltung des Vertrages sind die Netzwerke frei. Die genaue Eigenanteilsregelung (welcher Partner zahlt wieviel) kann, wie in Phase 1, auch in einer bilateralen Vereinbarung erfolgen, die dann zusätzlich zur multilateralen Netzwerkvereinbarung vorgelegt wird.

Eine Vorabprüfung des Netzwerkvertrages und der Finanzierungsregelung für die Phase 2
durch den Projektträger wird angeboten.

Für die Bewertung des Projektfortschrittes und zur Erfolgskontrolle werden im Arbeitsplan Meilensteine festgelegt, die zu konkreten Terminen wesentliche Zwischenergebnisse inkl. der Erfolgskriterien der Meilensteine der Netzwerkarbeit dokumentieren (z. B. Fertigstellung des Marketingkonzeptes, Fertigstellung der Technologischen Roadmap etc. )

Förderfähige Kosten und Zuwendung

Gefördert werden Personalkosten, Kosten für projektbezogene Aufträge an Dritte (max. 25 % der Gesamtkosten) und übrige Kosten.

Die maximale Zuwendung für das Management des Kooperationsnetzwerkes beträgt 380.000 €, wobei auf die Phase 1 nicht mehr als 160.000 € entfallen dürfen.

Die Förderung der Kooperationsnetzwerkprojekte ist degressiv gestaffelt. Von den zuwendungsfähigen Kosten werden maximal gefördert:

  • im ersten Jahr: 90 %,
  • im zweiten Jahr: 70 %
  • im dritten Jahr: 50 % und
  • in begründeten Ausnahmefällen und nach separater Beantragung 30 % in einem vierten Jahr.

Für alle Netzwerkmanagementeinrichtungen gilt ein Zuschlagsatz von maximal 100 % der Personalkosten.

Zuwendungsfähig sind grundsätzlich die Personalkosten für solche Mitarbeiter, die eigenes, fest angestelltes Personal des Antragstellers sind, d. h. die Mitarbeiter müssen abhängig Beschäftigte des Unternehmens sein. Der Antragsteller muss für diese Mitarbeiter Lohn bzw. Gehalt und die Lohnnebenkosten (Sozial-, Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge) zahlen.

Ausnahmen von dieser Regelung sind für Gesellschafter, Besitzer und Geschäftsführer zugelassen, die an dem Vorhaben mitarbeiten. Es können jedoch nur tatsächlich während der Projektlaufzeit angefallene Kosten anerkannt werden.

Grundsätzlich sind pro Person maximal 10,5 Personenmonate pro Kalenderjahr planbar.

Bei der Planung der Personalkapazität in den Anlagen 5 und 6.2 des ZIM-Antragsformulars ist für jeden Projektmitarbeiter sein Teilzeitfaktor zu berücksichtigen, der mittels Anlage 6.1 bestimmt wird. Dort ist dazu die Wochenarbeitszeit des Projektmitarbeiters entsprechend seinem Arbeitsvertrag (pWAZ) und die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten (bWAZ) anzugeben. Das Verhältnis pWAZ / bWAZ ergibt dann den TZF, der höchstens den Wert „1“ erreichen kann. Ein TZF von „1“ bedeutet, dass der Projektmitarbeiter in Vollzeit beschäftigt ist.

Als pWAZ ist für die im Förderantrag benannten Projektmitarbeiter, die jeweils zum Zeitpunkt der Antragstellung arbeitsvertraglich geltende Wochenarbeitszeit anzugeben. Für Ersatz- oder zusätzliches Projektpersonal in bereits laufenden Förderprojekten ist die zum Zeitpunkt des Projektbeitritts arbeitsvertraglich geltende Wochenarbeitszeit maßgeblich.

Als bWAZ ist die betriebsübliche Wochenarbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten anzugeben.

Bei Arbeitsverträgen, die eine monatliche Arbeitszeit festlegen, ist die Wochenarbeitszeit wie folgt zu ermitteln: monatliche Arbeitszeit x 12 Monate / 52 Wochen.

Änderungen der Wochenarbeitszeit während der Projektlaufzeit sind dem Projektträger durch Vorlage einer aktualisierten Anlage 6.1 zeitnah mitzuteilen.

Bei Antragstellern mit Beschäftigungsverhältnissen zu unterschiedlichen Wochenstunden, die dort dennoch als Vollzeitstellen gelten, ist als bWAZ diejenige Wochenarbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten anzusetzen, die bei Abschluss des Arbeitsvertrages mit dem Projektmitarbeiter im Betrieb üblich war.

Beispiel: Bei Abschluss des Arbeitsvertrages mit dem Projektmitarbeiter betrug seine und die Wochenarbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten 40 Stunden. Bei neuen Arbeitsverträgen gilt inzwischen auch eine Wochenarbeitszeit von 37,5 Stunden als Vollzeit. Falls der Arbeitsvertrag des Projektmitarbeiters nicht an die neue Arbeitszeit angepasst wurde, gilt für ihn personenbezogen die alte Wochenarbeitszeit von 40 Stunden weiter und ist für ihn auch die betriebsübliche Wochenarbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten. Der TZF beträgt demnach „1“ (40 Std. pro Woche zu 40 Std. pro Woche).

Wenn ein Geschäftsführer am Projekt mitwirkt können dafür die Kosten im Projekt eingesetzter vergleichbarer leitender Projektmitarbeiter angesetzt werden. Wenn es jedoch im Projekt keinen vergleichbaren Projektmitarbeiter gibt, so ist er mit seinen tatsächlichen Gehaltskosten (max. 100.000 € pro Jahr) zeitanteilig förderfähig.

Auf Anfrage des Projektträgers sind für den GF der GF-Vertrag und für Geschäftsinhaber die letzte Einkommenssteuererklärung als Nachweis vorzulegen. Bei Unternehmen, bei denen die Einkünfte eines geschäftsführenden Gesellschafters durch Entnahmen aus den Gewinnen des Unternehmens erfolgen, wird die Möglichkeit eingeräumt, diese Einkünfte durch bestätigte Gewinnentnahme für das vorangegangene Kalenderjahr nachzuweisen. Sollte die Höhe dieser Einkünfte gemäß Erklärung des Geschäftsführers zwischen den Kalenderjahren erheblich schwanken (> 10 %), kann an Stelle der Einkünfte des vorangegangenen Jahres der Mittelwert seiner über die Jahre (max. die letzten 5) in diesem Unternehmen getätigten Privatentnahmen verwendet werden.

Wenn ein Geschäftsführer am Projekt mitwirkt, sind grundsätzlich bis zu 50 % der Normalarbeitszeit und der entsprechenden Personalkosten förderfähig.

Hinweise zur Kalkulation der zuwendungsfähigen Kosten für namentlich noch nicht bekanntes Personal finden Sie hier.

Zusätzliche Fragestellungen bei internationalen ZIM-Netzwerken

Das internationale ZIM-Kooperationsnetzwerk muss im Antrag zusätzlich nachweisen, dass in einem Umfang mit ausländischen Partnern kooperiert wird, der

  • fachlich-inhaltlich für die Netzwerkkonzeption einen Mehrwert darstellt,
  • in einem ausgewogenen Verhältnis stattfindet,
  • einen deutlich höheren Managementaufwand erfordert als nationale ZIM-Kooperationsnetzwerke,
  • einen erheblichen Nutzen für die deutschen Netzwerkpartner bringt,
  • konkrete internationale FuE-Kooperationen erwarten lässt.

Die Beteiligung der ausländischen KMU an einem Netzwerk soll nicht höher als 50 % sein.

Der ausländische Koordinator finanziert und gestaltet seine Leistungen und Beiträge aus eigenen Mitteln. (z. B. nationale Förderung).

Das ausländische Netzwerk kann schon existieren (kein Förderausschluss).

Ja. Dieser Übergang muss plausibel und nachvollziehbar dargestellt werden. So müssen Arbeiten, die aus der internationalen Ausrichtung des Netzwerks entstanden sind, aufgeführt werden und die Zielstellung der Internationalisierung muss erkennbar und plausibel sein. Mehrere Zeitpunkte sind denkbar:

Zum Ende (vor Ablauf!) der Phase 1 kann ein Antrag auf Überführung in ein internationales Netzwerk mit Verlängerung der Phase 1 auf insgesamt (max.) 18 Monate gestellt werden. Ab Laufzeitbeginn der bewilligten Verlängerung können dann maximal 95 % der zuwendungsfähigen Kosten gefördert werden.

Auch beim Übergang von Phase 1 zu Phase 2 kann die Förderung als internationales Netzwerk beantragt werden.

Die Beantragung eines neuen Netzwerks ist nur möglich, wenn es sich bei den potentiellen Partnern mehrheitlich um neue Partner handelt, da sonst viele Arbeiten, die in Phase 1 gefördert wurden, nicht mehr nötig wären (z.B. SWOT-Analyse, Kennenlernen der Partner). Darüber hinaus muss ein neues (hinreichend verschiedenes) Thema bearbeitet werden. Allein die Mitwirkung neuer, internationaler Partner rechtfertigt nicht die erneute Förderung eines ansonsten nahezu identischen Netzwerkes.

Die Richtlinie macht keine Vorgaben in Bezug auf die Rechtsform der ausländischen Einrichtung oder spezifische Anforderungen. In Frage kommen sowohl Unternehmen als auch Forschungseinrichtungen, Außenhandelskammern oder bspw. Vereine und Verbände.

Die Eignung als ausländischer Koordinator muss durch die deutsche Managementeinrichtung im Antrag plausibel dargestellt werden. Es sollten also entsprechende Erfahrungen und Kompetenzen (nicht nur fachlich) beschrieben werden, wobei die Anforderungen nicht so hoch sind wie an die deutsche NWME.

Einige Erläuterungen zur Zusammenarbeit zwischen dt. NWME und ausländischem Koordinator müssen sich im Arbeitsplan finden. Dass der ausländische Koordinator dies erfüllen kann, muss gemäß der Beschreibung von Erfahrungen und Kompetenzen plausibel sein.

Die Richtlinie besagt, dass Phase 1 maximal 18 Monate dauern kann. Somit sind auch Laufzeiten unter 18 Monaten möglich. Insgesamt müssen Netzwerkkonzeption (inklusive FuE-Ansätzen, Bedarf des Marktes und Partnerstruktur) sowie inhaltliche und zeitliche Arbeitsplanung plausibel sein.

Phase 2 dauert bei internationalen Netzwerken laut Richtlinie „in der Regel“ drei Jahre. Die Laufzeit kann daher auch weniger als 3 Jahre betragen.

Jeder für das internationale Netzwerk relevante ausländische Partner muss die Anlagen 8c ausfüllen und unterschreiben.

Die ausländischen Netzwerkpartner sind nicht Begünstigte der Netzwerkförderung. Daher können Sie auch keinen Eigenanteil zahlen.

Sie können einen finanziellen Beitrag an die deutsche NWME leisten („Mittel Dritter“), der wie bei den assoziierten Partnern behandelt wird; eine Verpflichtung hierzu besteht jedoch nicht.

Die übrigen Kosten haben die gleiche Höhe wie bei rein nationalen Kooperationsprojekten, also max. 100 % der Personalkosten für Unternehmen und max. 75 % der Personalkosten für Forschungseinrichtungen.

Es gibt jedoch für die Unternehmen eine um 5-10 % höhere Förderquote.

Die ausländischen Partner werden offiziell als „nicht antragstellende Partner“ bezeichnet.

Nicht antragstellende Partner müssen folgende Unterlagen/Informationen im Antragsverfahren vorlegen:

  • Referenzdarstellung/kurze Unternehmensbeschreibung
  • Absichtserklärung (LOI) zur Übernahme der entsprechenden Arbeiten bzw. unterschriebener Kooperationsvertrag mit aufschiebender Wirksamkeitsbedingung muss dem ZIM Antrag beigelegt werden
  • Der Anteil des/der ausländischen Partner/s am Gesamtprojekt (entsprechend Anlage 4 des ZIM Antrags) ist zu beschreiben
  • Arbeitsplan (entsprechend Anlage 4 und 5 des ZIM Antrags) mit Angabe der geplanten Personenmonaten

Im Entwurf des Kooperationsvertrages, den alle Partner nach Projektstart unterzeichnen, muss die Erstellung eines gemeinsamen Abschlussprotokolls vereinbart werden, in dem sich alle Partner zum Projektende die erbrachten Leistungen bestätigen.

Nein.

Wie auch bei nationalen ZIM-Netzwerken ist entscheidend, dass mehrere Projekte in Aussicht gestellt werden können, die den Anforderungen der ZIM-Richtlinie (innovativ, erhebliches technisches Risiko, plausible Marktchancen) genügen. Eine beabsichtigte Beantragung der Projekte im ZIM bzw. einem mit dem ZIM kooperierenden ausländischen Programm (beispielsweise im Rahmen einer IraSME oder EUREKA-Ausschreibung) ist keine notwendige Zuwendungsvoraussetzung für das Netzwerk. Gleichwohl muss jedoch deutlich werden, dass die internationalen Netzwerkpartner den Kreis der nationalen Partner in sinnvoller Weise ergänzen. Neben der Einbindung in geförderte FuE-Projekte könnte dies beispielsweise auch durch die Berücksichtigung als Auftragnehmer, als internationaler Vermarktungspartner oder als Anwender der Fall sein.

Insgesamt muss deutlich werden, dass die in den ZIM-Netzwerken organisierten Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit Innovationsnetzwerken anderer Länder bzw. den internationalen Netzwerkpartnern gemeinsam technologische Innovationsvorhaben mit hohen Marktchancen durchführen.

Zahlung von Eigenanteilen der Netzwerkpartner

Alle regulären Netzwerkpartner sollen einen Eigenanteil zahlen. Plausibel begründete Ausnahmen sind möglich (z. B. bei Forschungseinrichtungen oder neu gegründeten Unternehmen, die noch keine Umsatzerlöse erzielen). Allerdings darf die Anzahl von sechs eigenständigen Unternehmen gemäß RL 3.1.1, die einen Eigenanteil zahlen, nicht unterschritten werden. Auch müssen fehlende Eigenanteile regulärer Netzwerkpartner von anderen regulären Netzwerkpartnern übernommen werden.

Da die assoziierten Netzwerkpartner nicht von der Förderung des Netzwerkmanagements profitieren dürfen, haben sie angemessene Beiträge zum Netzwerk zu leisten. Dies können finanzielle Beiträge, Sachleistungen oder sonstige geldwerte Beiträge sein (z. B. Bereitstellung von Messtechnik oder Pilotanlagen für Versuche, Beratungsleistungen, Information über Vertriebskanäle).

Die von den jeweiligen assoziierten Partnern vom Netzwerkmanagement erwarteten und in das Netzwerk einzubringenden Leistungen sind in Anlage 8b detailliert und plausibel darzulegen, damit die Ausgewogenheit im Rahmen der Antragsbearbeitung geprüft werden kann.

Finanzielle Beiträge, die von assoziierten Partnern erbracht werden, sind von den Kosten für das gesamte Netzwerkmanagement zunächst als Mittel Dritter abzuziehen. Die dann noch verbleibenden Kosten repräsentieren den Aufwand für die regulären Netzwerkpartner und sind daher die Grundlage für die Ermittlung der zuwendungsfähigen Kosten für das Netzwerkmanagement.

Der Eigenteil für das Vorhaben wird aus der Differenz der zuwendungsfähigen Projektkosten und der Zuwendung ermittelt. Dieser Eigenanteil ist von den regulären Netzwerkpartnern als Barleistung aufzubringen. Die Netzwerkpartner haben, sofern die Netzwerkmanagementeinrichtung zum Ausweis der Umsatzsteuer auf ihren Rechnungen verpflichtet ist, zusätzlich die Umsatzsteuer auf die Gesamtprojektkosten zu tragen und nicht nur auf den jeweiligen Eigenanteil (siehe auch 4.3). Die Netzwerkpartner können die Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend machen, sofern sie vorsteuerabzugsberechtigt sind.

Die Höhe des Eigenanteils ist zwar in vielen Netzwerken gleich verteilt, kann sich aber auch an der Größe der Unternehmen, der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit oder anderen Faktoren orientieren und somit zwischen den Netzwerkpartnern variieren. Der Eigenanteil sollte jedoch 500 € pro Jahr nicht unterschreiten.

Die von einer Netzwerkmanagementeinrichtung erbrachte Dienstleitung ist nach deutschem
Steuerrecht umsatzsteuerpflichtig, sofern die Netzwerkmanagementeinrichtung zur Ausweisung der Umsatzsteuer verpflichtet ist. Die Förderung des BMWi in Form eines Zuschusses zur Netzwerkfinanzierung bezieht sich lediglich auf die zuwendungsfähigen Nettoprojektkosten und entbindet die Netzwerkpartner nicht von der Pflicht, die beauftragte Managementleistung in voller Höhe zu versteuern.

Die Netzwerkmanagementeinrichtung muss für die mit dem Zuwendungsbescheid festgelegten Abrechnungszeiträume eine Auflistung der gezahlten Eigenanteile erstellen, rechtsverbindlich unterschreiben und dem Projektträger vorlegen.

Projektdurchführung und -abschluss

Abschlagszahlungen ohne die geforderten Abrechnungen sind nicht möglich. Die Zuwendung wird immer nachträglich auf Anforderung, entsprechend dem Projektverlauf und den förderfähigen Kosten der jeweils abgerechneten Monate ausgezahlt.

Der Termin zur Vorlage der ersten Zahlungsanforderung ist im Zuwendungsbescheid benannt. Für die Abrechnung sind die vorgegeben Formulare zu verwenden. Mit der ersten Zahlungsanforderung, spätestens drei Monate nach der Bewilligung, ist auch die rechtsverbindlich unterschriebene Kooperationsvereinbarung bzw. der FuE-Vertrag in Kopie vorzulegen. Die Auszahlung der Zuwendung erfolgt kurzfristig, in der Regel innerhalb einer Woche.

Entsprechend dem Abrechnungsrhythmus werden auch die Zuwendungen in Teilbeträgen ausgezahlt. Diese Teilbeträge richten sich nach den Kosten, die mit den Zahlungsanforderungen nachgewiesen wurden. In der Regel sollte im Drei-Monate-Rhythmus abgerechnet werden, um den Aufwand beim Zuwendungsempfänger und beim Projektträger so gering wie möglich zu halten. Ein Quartalsrhythmus ist dabei nicht zwingend. Bei Bedarf kann die Abrechnung allerdings auch auf zwei oder sogar einen Monat verkürzt werden.

Als Stundennachweis ist möglichst das vorgegebene ZIM-Formular zu verwenden, das auf der ZIM-Website angefordert werden kann. Von den Zuwendungsempfängern selbst erstellte Formulare oder DV-gestützte Tabellen sind nur dann zulässig, wenn sie die Angaben des ZIM-Formulars enthalten und die vorgegebene Form weitgehend einhalten. Der alternative Einsatz elektronischer Medien ist zugelassen. Geeignet sind solche Medien für diesen Zweck nur, wenn eine personal- und projektbezogene Stundenkontierung möglich ist und die automatisiert erstellten Daten kurzfristig prüfungsgerecht lesbar gemacht werden können.

Dazu ist der automatisiert erstellte Ausdruck so zu gestalten, dass er die auf dem ZIM-Formular vorgegebenen Angaben enthält, und wie dort verlangt zu unterzeichnen. Die Stundennachweise bzw. alternative Datenträger verbleiben beim Zuwendungsempfänger. Sie sind, wie alle sonst mit der Förderung zusammenhängenden Unterlagen, fünf Jahre nach Vorlage des Verwendungsnachweises für Prüfungen bereitzuhalten und nur dann als Kopie einzureichen, wenn der Zuwendungsbescheid eine entsprechende Auflage enthält oder sie vom Projektträger ausdrücklich angefordert werden.

Personelle Änderungen im Projektteam sind möglich, d.h. ausgeschiedene Projektmitarbeiter können ersetzt, an Stelle von N.N.- Personal können Projektmitarbeiter namentlich bestimmt oder zusätzliches Personal kann zur Verstärkung des Projektteams eingesetzt werden. Zusammen mit einer Begründung für derartige Veränderungen sind auch die personenbezogenen Angaben für das Projektteam zu aktualisieren. Dazu genügt es für die hinzu gekommenen Projektmitarbeiter eine Anlage 6.1 des Antragsformulars mit den dort geforderten Angaben vorzulegen. Für zusätzliche Projektmitarbeiter sind zudem die Arbeitspakete zu benennen, in denen sie eingesetzt werden sollen. Ein Mitarbeiter, der einen bisherigen Projektmitarbeiter ersetzt, eine N.N.-Stelle besetzt oder im Projektteam zusätzlich eingesetzt wird, ist mit seinem personenbezogenen Stundensatz förderfähig.

Wenn für einen Kalendermonat ein Projektmitarbeiter beispielsweise mit einem vollen Personenmonat eingeplant war, er aber weniger Projektbearbeitungsstunden erbracht hat und deshalb weniger Zuwendungen in Anspruch genommen wurden, kann der dabei entfallende Zeitaufwand während des Bewilligungszeitraumes für weitere förderfähige Projektarbeiten eingesetzt werden, auch wenn diese durch andere Projektmitarbeiter erbracht werden. Die bewilligte Zuwendung setzt dabei den finanziellen Rahmen für die förderbaren Projektarbeiten und den damit verbundenen förderbaren Aufwand, so dass es im Bewilligungszeitraum durchaus möglich ist, zeitliche Rückstände oder notwendige Mehrarbeiten durch einen flexiblen Personaleinsatz noch auszugleichen und zu finanzieren. Falls dabei Personal ersetzt werden muss oder zusätzliches Personal erforderlich sein sollte, ist die Änderung im Projektteam beim zuständigen Projektträger zeitnah zum Einsatz mittels Anlage 6.1 zu beantragen.

Es können immer nur die tatsächlich im Monat geleisteten Projektbearbeitungsstunden abgerechnet werden. Diese sind Grundlage für die Ermittlung der förderfähigen Kosten und anteiligen Zuwendung. Die pro Monat maximal förderbaren Projektbearbeitungsstunden eines Projektmitarbeiters hängen von seiner vertraglichen Wochenarbeitszeit ab. So sind beispielsweise bei einer 40-Stunden- Woche maximal 173,33 Projektbearbeitungsstunden pro Monat förderbar. Das ist bei dieser Wochenarbeitszeit für einen in Vollzeit beschäftigten Projektmitarbeiter ein voller Personenmonat (Wochenarbeitszeit x 52 / 12). Darüber hinaus geleistete Arbeitsstunden sind nicht förderbar und auch nicht in einen anderen Monat oder auf eine andere Person übertragbar.

Pro Jahr können bis zu 12 Personenmonate (PM) für einen in Vollzeit beschäftigten Projektmitarbeiter abgerechnet werden, auch wenn er nur mit 10,5 PM eingeplant war. Bei der Antragstellung sind jahresübliche Fehlzeiten wie Urlaub, Wochenfeiertage und Krankheit zu berücksichtigen. Deshalb sind für einen in Vollzeit beschäftigten Projektmitarbeiter maximal 10,5 PM planbar. Bei der Abrechnung zählen die tatsächlich geleisteten Projektarbeitsstunden. Damit werden die tatsächlichen Ausfallzeiten berücksichtigt und ggf. ein früherer Projektabschluss unterstützt.

Der Wechsel von Netzwerkmanagern ist rechtzeitig vorab zu beantragen und kurz zu begründen. Neben der unterschriebenen Anlage 6.1 ist eine kurze Kompetenzbeschreibung der neuen Person und ihrer Aufgaben im Netzwerk vorzulegen, ggf. auch eine neue Anlage 5 und 6.2.

Es können nie mehr als drei Manager parallel tätig werden.

Eine Veränderung der Partnerstruktur während des Förderzeitraumes ist grundsätzlich möglich. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Plausibilität des Netzwerkansatzes gewahrt bleibt und alle für die Erreichung des Netzwerkziels notwendigen Kompetenzen weiterhin im Netzwerk vertreten sind. Der geplante Partnerwechsel ist dem Projektträger unverzüglich mitzuteilen und zu begründen. Darüber hinaus sind die aktualisierten Anlagen 7.1a bzw. b und 7.2, die unterschriebene bilaterale Netzwerkvereinbarung (Phase 1) bzw. multilaterale Netzwerkvereinbarung (Phase 2) sowie die Anlagen 8a bzw. b und ggf. 9 für den neuen Netzwerkpartner vorzulegen. Bei Zustimmung der Änderung ergeht durch den Projektträger ein Änderungsbescheid.

Der VN für die Phase 1 und Phase 2 ist formgebunden. Der VN besteht aus einem zahlenmäßigen Nachweis und einem Sachbericht. Am Ende der Phase 2 ist außerdem das Berichtsblatt zur Erfolgskontrolle vorzulegen. Der VN muss spätestens 3 Monate nach Ende des Förderzeitraums in einfacher Form beim Projektträger vorgelegt werden. Ausnahme ist der Sachbericht der Phase 1, der bei einer geplanten nahtlosen Anschlussförderung für die Phase 2 spätestens im Folgemonat nach Beendigung der Phase 1 zusammen mit dem Antrag Phase 2 vorzulegen ist.

Zum Abschluss der Förderphase 1 und zur Beantragung der Förderphase 2 ist der Sachbericht (Teil des Verwendungsnachweises) über die erste Förderphase mit inhaltlichen Erläuterungen zu folgenden erreichten Ergebnissen vorzulegen:

  1. Technologische Roadmap für einzuleitende FuE-Projekte,
  2. Aktualisierung der wirtschaftlichen Ziele der Netzwerkpartner
  3. Erläuterungen zu ggf. bereits erzielten wirtschaftlichen, wissenschaftlichen oder technischen Ergebnissen des Netzwerkes (z. B. Kooperationen innerhalb des Netzwerkes, gemeinsam akquirierte Aufträge).
  4. Aktivitäten zur Sicherung von Marken- und Schutzrechten
  5. Maßnahmen zur Markterschließung
  6. Aktivitäten bzgl. der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit
  7. ggf. Einbindung weiterer Netzwerkpartner
  8. Vertragliche Regelung zur Fortsetzung der Zusammenarbeit im Netzwerk

Die bis zum Abbruch entstanden Kosten können abgerechnet werden, soweit der Verwendungsnachweis erbracht wird.