Auszeichnung der ZIM-Projekte des Jahres 2026 auf dem Innovationstag Mittelstand des BMWE

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Wie entstehen Innovationen, die aktuelle technologische Herausforderungen angehen und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands stärken? Auf dem Innovationstag Mittelstand 2026 wurde diese Frage ganz praktisch beantwortet: MIT,emit,omit,mite">mit Forschungs- und Entwicklungsprojekten, die auf konkrete Anforderungen in Unternehmen eingehen, und aus denen neue Technologien und marktnahe Anwendungen entstehen. Die Bandbreite der Ausstellung reichte von intelligenten Produktionssystemen über digitale Gesundheitsanwendungen bis hin zu ressourceneffizienten Fertigungstechnologien und vielem mehr. Rund 2.000 Besucherinnen und Besucher nutzten die Veranstaltung für fachlichen Austausch, Vernetzung und Einblicke in die Innovationspraxis des deutschen Mittelstands.

„Innovation beginnt dort, wo Menschen bereit sind, neue Ideen zu verfolgen. Die großen Entdeckungen und technologischen Fortschritte der Geschichte wären ohne Mut, Neugier und Pioniergeist nicht möglich gewesen. Genau diese Haltung erleben wir heute auch im Mittelstand und bei den Ausstellern des Innovationstags“, betonte Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie und Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung.

ZIM-Projekte des Jahres 2026 ausgezeichnet

Ein Höhepunkt des Innovationstags war die Auszeichnung der „ZIM-Projekte des Jahres 2026". Gitta Connemann würdigte Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die beispielhaft für Innovationskraft, Praxisbezug und technologischen Fortschritt im Mittelstand stehen: „Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand und unsere weiteren Förderprogramme zielen auf den Mittelstand. Von den 3,9 Millionen Betrieben in Deutschland sind 99 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Sie werden zuweilen nicht gesehen und kommen nicht in den Schlagzeilen vor. Dennoch tragen sie unser Land, weil sie Kraftwerk und Kreativzentrum zugleich sind“, sagte Gitta Connemann.

Für das „ZIM-Einzelprojekt des Jahres" wurde die SINOVO health solutions GmbH für ein Assistenzsystem zur automatisierten Analyse von Diabetesdaten ausgezeichnet, das Ärztinnen und Ärzte dabei unterstützt, fundierte Therapieentscheidungen zu treffen.

Außerdem überzeugte die KTB Holzbearbeitung mit einem teilautomatisierten Lackierverfahren für Streichinstrumente, das die zeitaufwendige manuelle Lackierung kleiner und mittlerer Serien deutlich effizienter macht. Das Unternehmen wurde für das „ZIM-Handwerksprojekt des Jahres" honoriert.

Die Auszeichnung für das „ZIM-Kooperationsprojekt des Jahres" erhielten die A. Liersch GmbH und die css-elektronik Computersysteme Dr. Schmidt GmbH. Gemeinsam mit der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg als Kooperationspartner entwickelten sie ein intelligentes Überwachungssystem für industrielle Nähprozesse, das durch KI-gestützte Anomalieerkennung Nahtfehler z. B. bei Sicherheitsgurten in Echtzeit erkennt.

Als „ZIM-Innovationsnetzwerk des Jahres" wurde das internationale Netzwerk META ausgezeichnet. Es verbindet Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Automatisierungsexperten aus Deutschland und Polen mit dem Ziel, digitale Produktionslösungen aus dem Bereich Industrie 4.0 für kleine und mittlere Unternehmen weiterzuentwickeln.

Innovation entsteht im Dialog

Mit Fachimpulsen, Projektvorstellungen, Themenrundgängen und Diskussionsformaten beschäftigte sich der Innovationstag Mittelstand mit der konkreten Umsetzung von Innovationen. Im Fokus standen weniger abstrakte Zukunftsszenarien als die Frage, wie neue Technologien entwickelt, erprobt und erfolgreich in den Markt gebracht werden.

Das Bühnenprogramm griff zentrale Themen des Mittelstands auf – darunter Digitalisierung, Fachkräftesicherung, Nachhaltigkeit, industrielle Transformation und Technologietransfer. Ergänzt wurde das Programm durch interaktive Austauschformate sowie die „International Area“, in der grenzüberschreitende Innovationskooperationen vorgestellt wurden.

Neu in 2026 war der „ZIM-NetzwerkCampus". Er brachte Akteure aus unterschiedlichen Technologiebereichen gezielt miteinander ins Gespräch und zeigte, welche Bedeutung interdisziplinäre Netzwerke für Innovationsprozesse im Mittelstand haben.

Mittelstand macht Zukunft!

Der Innovationstag Mittelstand 2026 brachte auf den Punkt, welche Rolle kleine und mittlere Unternehmen für die Innovationsfähigkeit Deutschlands spielen. Die vorgestellten Lösungen sind nah an der Praxis, schnell in der Umsetzung und auf reale Marktbedarfe ausgerichtet. Das technologie- und branchenoffene Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) zählt dabei zu den wichtigsten technologie- und branchenoffenen Förderprogrammen für den innovativen Mittelstand in Deutschland.

Dr. Janina Jänsch, Leiterin der Abteilung „Mittelstand, Zukunftstechnologien, Start-ups“ im BMWE machte deutlich: „Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft. Er verfügt über eine besondere Stärke, ist für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes von enormer Bedeutung und bringt die Innovationskraft mit, die wir brauchen, um Deutschland zukunftsfähig und zukunftsfest aufzustellen.