Von der Datenbrille für die Hirnbiopsie bis zur Außenwand auf Papierbasis: Der erste ZIM-NetzwerkCampus des „Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM)“ auf dem Innovationstag Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) zeigte, wie vielfältig die Arbeit der ZIM-Innovationsnetzwerke ist. Besucherinnen und Besucher konnten vor Ort erleben, welche Ideen in den Netzwerken entstehen und wie aus gemeinsamer Forschung und Entwicklung marktfähige Lösungen werden.
Der Innovationstag Mittelstand 2026 brachte in Berlin rund 300 Ausstellende aus mittelständischen Unternehmen, Start-ups, Handwerksbetrieben und Forschungseinrichtungen zusammen. Rund 2.000 Besucherinnen und Besucher nutzten das Open-Air-Event für fachlichen Austausch, Vernetzung und Einblicke in die Innovationspraxis des deutschen Mittelstands.
Der ZIM-NetzwerkCampus bot erstmals einen eigenen Bereich für die ZIM-Innovationsnetzwerke. Das neue Format löst die bisherige ZIM-Netzwerkjahrestagung ab und macht die Netzwerkarbeit für eine breitere Öffentlichkeit sichtbar.
Raum für Ideen in den ZIM-Innovationsnetzwerken
Im Mittelpunkt standen konkrete Beispiele aus der Praxis. Die ausgestellten Projekte zeigten, wie Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weitere Partner ihre Kompetenzen bündeln. So entstehen Lösungen, die einzelne Akteure allein oft nicht in derselben Geschwindigkeit oder Breite entwickeln könnten. Die Themen reichten von Medizintechnik über neue Materialien bis hin zu nachhaltigen Bau- und Produktionstechnologien. Diese Bandbreite machte deutlich, wie technologie- und branchenoffen die ZIM-Innovationsnetzwerke arbeiten. Sie greifen aktuelle Herausforderungen auf und entwickeln daraus konkrete Anwendungen für den Mittelstand.
„Für uns als Netzwerkmanagementeinrichtung war das besonders spannend, denn genau hier wird sichtbar, was ZIM-Netzwerke leisten können: Sie bringen Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammen, schaffen Raum für konkrete FuE-Ideen und helfen dabei, aus ersten Ansätzen förderfähige Innovationsprojekte zu entwickeln.“ IWS Innovations- und Wissensstrategien GmbH
Wo unterschiedliche Perspektiven zusammenfinden
Auch das Bühnenprogramm gab Einblicke in die Arbeit von Netzwerken, unter anderem im Bereich Quantentechnologie als eine der Schlüsseltechnologien in den kommenden Jahrzenten. Netzwerkmanagerinnen und ‑manager sowie Projektbeteiligte berichteten, wie Kooperationen entstehen, wie unterschiedliche Perspektiven zusammenfinden und welche Rolle Vertrauen in der Zusammenarbeit spielt.
Ein zentrales Fazit: Heterogene Netzwerke brauchen zu Beginn Zeit, um eine gemeinsame Sprache zu entwickeln. Wenn dieses Fundament gelegt ist, profitieren die Partner in hohem Maße voneinander. Viele Kooperationen bestehen auch nach Ende der Förderung weiter.
Neben Ausstellung und Bühnenprogramm nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit für Beratungs- und Vernetzungsgespräche. Dabei ging es um konkrete Projektideen, Fördermöglichkeiten und neue Kontakte für künftige Kooperationen.
Mehr Sichtbarkeit für ZIM-Innovationsnetzwerke
Andrea Jünemann, Leiterin des für das ZIM zuständigen Referats im BMWE, betonte die Bedeutung des neuen Formats: Der ZIM-NetzwerkCampus gebe den Innovationsnetzwerken mehr Sichtbarkeit und eröffne zugleich einer breiteren Öffentlichkeit die Möglichkeit, die Arbeit der Netzwerke kennenzulernen.
Der erste ZIM-NetzwerkCampus hat damit gezeigt, wie lebendig, praxisnah und anwendungsorientiert die ZIM-Innovationsnetzwerke arbeiten. Sie bringen Akteure aus unterschiedlichen Technologiebereichen ins Gespräch, verbinden Wissen und Erfahrung und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Innovationskraft des Mittelstands.