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Die Plattform „Verbraucherpolitik und Nachhaltigkeit in der digitalen Transformation“ bringt digitalpolitische Ansätze aus der Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung an einen Tisch. Ziel ist es innovativen Ansätzen für eine verbraucherfreundliche und nachhaltige Gestaltung der Digitalisierung auf dem Digitalgipfel eine Bühne zu bieten.
Bei der Gestaltung digitaler Räume ist die Perspektive und Kompetenz der Zivilgesellschaft ein wesentlicher Faktor für den Erfolg des digitalen Wandels. Die Plattform legt daher besonderen Wert darauf, sie in die Arbeit einzubinden. Gemeinsam mit der Zivilgesellschaft und Unternehmen sollen konkrete Maßnahmen für eine menschenzentrierte, nachhaltige und verantwortungsvolle Digitalisierung entwickelt werden. Aus diesem Grund ist Matthias Spielkamp aus dem Bündnis F5 Co-Vorsitzender der Plattform 7. Das Bündnis F5 ist ein Zusammenschluss von fünf zivilgesellschaftlichen Organisationen (AlgorithmWatch, Reporter ohne Grenzen, Wikimedia Deutschland, Open Knowledge Foundation Deutschland und Gesellschaft für Freiheitsrechte), die gemeinsam Gemeinwohl in der Digitalisierung fördern wollen und sich mit Themen wie Privatsphäre, digitale Sicherheit, Open Data und nachhaltigen Plattformen auseinandersetzt.
Themen:
Die Plattform "Verbraucherpolitik und Nachhaltigkeit in der digitalen Transformation" befasst sich mit folgenden Themenschwerpunkten:
Vertrauenswürdige künstliche Intelligenz
Nachhaltige digitale Geschäftsmodelle
Unternehmensverantwortung, sog. Corporate Digital Responsibility
Nachhaltige digitale Technologien
Digitalisierung für nachhaltige Entwicklung
Digitale Technologien für die Kreislaufwirtschaft
Digitale Technologien ermöglichen neue Geschäftsmodelle und bestehende digitale Angebote entwickeln sich stets weiter. Für Verbraucher*innen ergeben sich daraus neue Möglichkeiten der Nutzung und der aktiven Teilhabe. Beides möchten wir verbraucher- bzw. nutzerorientiert gestalten. Aber es ergibt sich auch ein besonderer Schutzbedarf. Gerade in Bezug auf den Umgang mit Daten und Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz müssen wir Verbraucher*innen die Sicherheit geben, dass diese sich innerhalb eines schützenden rechtlichen und ethischen Rahmens bewegen.
Digitale Technologien und die mit ihnen verbundenen Geschäftsmodelle haben derzeit hohe und wachsende Energie- und Ressourcenverbräuche. Dies gilt nicht nur für die Hardware-Herstellung und den Betrieb der digitalen Infrastrukturen. Ebenso sind viele digitale Geschäftsmodelle in ihrer Wirkung nicht nachhaltig, auch da sie sich zumeist über personalisierte – oftmals konsumanreizende – Werbung finanzieren. Wir möchten diesen Effekt umkehren. Unternehmen sollten die Potenziale der Digitalisierung nutzen, um Energie- und Ressourcenverbräuche zu reduzieren. Langfristig wollen wir darauf einwirken, dass sowohl die digitale Infrastruktur als auch digitale Geschäftsmodelle ökologisch nachhaltig gestaltet werden.
Eine besondere Bedeutung hat die Digitalisierung für die Kreislaufwirtschaft. Die zentrale Voraussetzung für viele Maßnahmen und Strategien der Kreislaufwirtschaft ist die Verknüpfung von physischen Stoffströmen mit digitalen Datenströmen. Dafür braucht es eine einheitliche und konsistente Datenbasis. Die Einführung des digitalen Produktpasses und der Aufbau von Datenräumen schaffen die Voraussetzungen für die Analyse von Stoff- und Warenströmen - die Kreislaufwirtschaft wird „messbar“ und dadurch umsetzbar. Darüber hinaus bieten digitale Technologien Unterstützung von der Optimierung des Designs eines Produktes bis hin zur Unterstützung beim nachhaltigen Konsum einschließlich der Verlängerung der Lebensdauer von Produkten.
Weitere Projekte der Plattform
5-Punkte-Programm „Künstliche Intelligenz für Umwelt und Klima“ des BMUV
Im Fokus des Programms steht eine nachhaltige, vertrauenswürdige KI-Gestaltung und die Nutzung der Chancen von KI für Umwelt und Klima. Hierzu führt das BMUV nicht nur wichtige Maßnahmen für die Wirtschaft und Forschung durch, sondern arbeitet auch gezielt mit der Zivilgesellschaft und der Umweltverwaltung zusammen. Bestandteile sind die Bestandteile sind die vier KI-Initiative KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen, die KI-Ideenwerkstatt für Umweltschutz, der Green-AI Hub Mittelstand und das Anwendungslabor für KI und Big Data am Umweltbundesamt.
Community „Nachhaltige Digitalisierung“
Die Community "Nachhaltige Digitalisierung" des BMUV bringt Akteure zusammen, die sich mit Themen an der Schnittstelle von Digitalisierung und Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Das BMUV bietet für die Community interaktive Workshops, Netzwerkevents und Informationsveranstaltungen, deren inhaltliche Bandbreite sich von klimaneutralen Rechenzentren bis zum digital gestützten Biodiversitätsmonitoring erstreckt. Zentrales Anliegen ist, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass die zwei entscheidenden Megatrends unserer Zeit zusammengedacht werden müssen: Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
„Corporate Digital Responsibility (CDR) - Initiative des BMUV“
Corporate Digital Responsibility (CDR) umfasst freiwillige unternehmerische Aktivitäten, die insbesondere im Sinne der Verbraucher*innen über das gesetzlich Vorgeschriebene hinausgehen und die digitale Welt aktiv zum Vorteil der Gesellschaft mitgestalten. Die CDR-Initiative des BMUV ist eine Lern- und Austauschplattform für Unternehmen. Sie hat das Ziel, unternehmerische Verantwortungsübernahme im digitalen Wandel über alle Branchen hinweg zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen.
Förderprogramm „Digitale Anwendungen zur Steigerung der Ressourceneffizienz in zirkulären Produktionsprozessen - DigiRess“
Das Förderprogramm unterstützt KMU dabei, die digitale Transformation voranzutreiben und gleichzeitig ökologische Vorteile wie Ressourceneffizienz zu generieren. Geförderte Unternehmen haben so die Möglichkeit, gleich zwei Megatrends (Klimaschutz und Digitale Transformation) mit den jeweiligen Voraussetzungen/Bedürfnissen zu bewerkstelligen. Auf dem Digitalgipfel können die Erfolge des Förderprogramms für die digitale Transformation und dem Klimaschutz von den geförderten Unternehmen mit Exponaten vorgestellt werden.
Kontakt
Nigel Weber
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
E-Mail: TI1@bmuv.bund.de