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Das „Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ unterstützt kreative Unternehmen bei der Realisierung guter Ideen mit passgenauen Fördermöglichkeiten.
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel begrüßt heute in Berlin rund 1.100 hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft und von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zum 9. Nationalen IT-Gipfel der Bundesregierung. Neben Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel nehmen auch Arbeitsministerin Andrea Nahles, Forschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, Innenminister Dr. Thomas de Maizière, Verkehrsminister Alexander Dobrindt, die Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters sowie der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller am diesjährigen Spitzentreffen unter dem Motto "Digitale Zukunft gestalten - innovativ_sicher_leistungsstark" teil. Auf Grundlage der Ergebnisse der Gipfel-Plattformen und Foren diskutieren die Mitglieder des Gipfel-Netzwerks zentrale Herausforderungen der Digitalisierung für Wirtschaft und Beschäftigung, neueste Entwicklungen bei digitalen Netzen, Mobilität, digitalem Staat und IT-Sicherheit.
Bundesminister Gabriel: "Die Digitalisierung hat einen rasanten Transformationsprozess in Wirtschaft, Staat und Gesellschaft eingeleitet. Um diese Transformation zu gestalten, brauchen wir einen Austausch auf Augenhöhe zwischen den Akteuren der IKT-Branche, IT-Anwendern und gesellschaftlichen Gruppen. Dabei spielen für mich als Wirtschaftsminister drei Elemente eine zentrale Rolle: Erstens, muss uns rasch die digitale Transformation von Wirtschaft und Industrie gelingen. Dabei müssen wir insbesondere auch den Mittelstand auf dem Weg mitnehmen. Ein zweiter Schwerpunkt ist die digitale Innovation. Wir müssen klären, wie wir bei digitalen Technologien wie beispielsweise Cloud Computing und Big Data weltweit an die Spitze kommen. Zur digitalen Innovation gehört auch die Frage, wie wir Startups besser unterstützen und vernetzen können - sowohl untereinander als auch mit etablierten Unternehmen. Wir werden dazu beispielsweise künftig regelmäßig 'Startup-Nights' im Bundeswirtschaftsministerium durchführen, bei denen wir Startups und der etablierten Wirtschaft einen Rahmen für die Vernetzung bieten. Drittes Kernthema ist die digitale Souveränität, die ein selbstbestimmtes und sicheres Wirtschaften und Leben in der digitalen Welt garantieren soll. Insbesondere nach der Safe Harbor-Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs hat das höchste Priorität. Denn wir dürfen unsere global agierenden Unternehmen nicht im Unklaren lassen, unter welchen Umständen die Übermittlung von personenbezogenen Daten über den Atlantik möglich ist."
Vom Berliner IT-Gipfel gehen klare Signale dafür aus, die Industrie 4.0 und die Digitalisierung wichtiger Wirtschaftszweige voranzubringen. Der Bundeswirtschaftsminister startet dazu das Förderprogramm "Digitale Technologien für die Wirtschaft" (PDF: 41 KB), das mit 50 Millionen Euro ausgestattet ist. Das Programm unterstützt Unternehmen dabei, kreative Ideen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse beispielsweise mit Blick auf industrielle 3D-Anwendungen, Service-Robotik und echtzeitfähige Kommunikation besser und schneller in die Anwendung zu überführen. Damit ist es ein wichtiger Schlüssel für Innovationskraft und die Sicherung technologischer Souveränität.
Das diesjährige Gastland Berlin präsentiert sich unter dem Motto "Smart.Digital.Capital" als europaweiter Hotspot der IT- und Digitalwirtschaft und gewährt Einblicke in die einzigartige Vielfalt des digitalen Wandels in der Hauptstadt. Auf Touren durch Labs, Inkubatoren, Forschungseinrichtungen, Startups und mittelständische Unternehmen werden komplexe Themen wie Industrie 4.0, die Smart City oder die digitale Vernetzung konkret und in der Praxis greifbar.
Schon während des Auftaktprogramms zum IT-Gipfel am 18. November präsentierten die neun Plattformen und zwei Foren des IT-Gipfels aktuelle Ergebnisse und neue Projekte. Die Plattform Industrie 4.0 hat sich als zentraler Anlaufpunkt und Motor für die Digitalisierung der Industrie in Deutschland präsentiert. Weit über 100 konkrete Anwendungsbeispiele aus der Industrie 4.0-Praxis werden auf ihrer Online-Landkarte "Industrie 4.0" gezeigt. Die Landkarte demonstriert, dass Industrie 4.0 in Deutschland angekommen ist und bietet Anwendern die Gelegenheit, Ansprechpartner für ein spezifisches Thema in der Nähe zu finden. Die auch international stark nachgefragte Plattform diskutierte im Fachforum über die nächsten Schritte auf dem Weg in die vernetzte Industrie von morgen.
Eine entscheidende Rolle für eine erfolgreiche Digitalisierung spielt die IKT-Branche. Mit über 92.000 Unternehmen, über 1 Million Erwerbstätigen und einem Umsatz von knapp über 221 Mrd. Euro im Jahr 2014 ist die IKT-Branche ein bedeutender Zweig der deutschen Wirtschaft. In einem 10-Ländervergleich führender digitaler Wirtschaften von TNS Infratest belegt die deutsche IKT-Wirtschaft nach Einschätzung des Monitoring Report Wirtschaft DIGITAL 2015 den sechsten Platz. Innovationsfähigkeit und Marktzugang gehören laut Studie zu den Stärken des deutschen Wirtschaftsstandortes, während Schwächen bei der Verfügbarkeit von Fachkräften und beim Export von IKT liegen. Mit einem Anteil von 4,6 Prozent an der gewerblichen Wertschöpfung liegt die IKT-Branche nach Einschätzung der Experten vor der deutschen Traditionsbranche Maschinenbau (4,4 Prozent) und knapp hinter dem deutschen Fahrzeugbau (5,3 Prozent).
In der "Berliner Erklärung" (PDF: 63 KB) verständigen sich die Gipfelteilnehmer auf die entschlossene und verantwortungsvolle Fortsetzung der Kooperation zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in den kommenden Jahren.
Auf der Webseite des Gipfels finden Sie umfangreiche Informationen zu den Arbeitsgruppen und Ergebnissen des IT-Gipfels 2015 www.it-gipfel.de.