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Das „Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ unterstützt kreative Unternehmen bei der Realisierung guter Ideen mit passgenauen Fördermöglichkeiten.
Wer ein Unternehmen gründet, beschäftigt sich viel damit, es richtig zu präsentieren.PotenzielleKundschaft, Investoren und andere Akteure sollen auf einen Blick erkennen können, was das Unternehmen anbietet und wofür es steht. Und im besten Fall auch gleich überzeugt sein. Deshalb ist es wichtig sich eingehend mit allen Elementen zu beschäftigen, die die eigene Firma zur Marke machen. Dazu gehört neben Logo, Farbwahl und Claim auch das Corporate Wording. Es spiegeltwider, wofür die Marke steht, es vermittelteinen emotionalen Eindruckund schafft im besten Fall einen Wiedererkennungswert für die Kundschaft.Wie es gelingen kann, eine eigene Sprache für das neu gegründete Unternehmen zu finden, erfährst du in diesem Beitrag.
Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus – dieses Sprichwort haben wahrscheinlich die meisten schonmal gehört.Dies gilt tatsächlichnicht nur für private Kommunikation, sondern auch im Businesskontext. Mit welchen sprachlichen Mitteln Unternehmenswerte, Mission und Produkte vermittelt werden, hat wesentlichen Einfluss darauf, wie es wahrgenommen wird und auch darauf, wie erfolgreich es ist.Deshalb lohnt es sich für Gründerinnen und Gründer, ein passgenaues Corporate Wording für den eigenen Betrieb zu entwickeln.
Unter Corporate Wording versteht man eine Sprachwelt, die ganz bewusst eingesetzt wird, um den Markenkern eines Unternehmens zu kommunizieren. Und zwar nach außen und nach innen. Corporate Wording, manchmal auch als Corporate Language bezeichnet, gibt eine Sprachregelung vor, dieTonalität, Stil und Wortwahl für alle Kommunikationskanäle definiert. Dazu gehören offizielle Schreiben oder E-Mails genauso wieBroschürentexte, Websitecontent oder Präsentationen.
Warum ist Corporate Wording wichtig?
Aberwelche Vorteile hat Corporate Wording?Zum einen sorgt es für einen einheitlichen Auftritt des Unternehmens. Gerade wenn Unternehmen, Produkt oder Marke noch nicht so bekannt sind, hilft eine einheitliche Außendarstellung, als professionell und vertrauenswürdig wahrgenommen zu werden. Zudem transportiert die passende Wortwahlnicht nur den Markenkern, sondern auchein Gefühl zu Firma und Produkt beziehungsweise Dienstleistung. Es hilft dabei, die anvisierte Zielgruppe in deren Sprache anzusprechen und sie so leichter zu erreichen. Im besten Fall sorgt Corporate Wording, in Kombination mitLogo und Corporate Design, für einen Wiedererkennungswert. Hier sagt ein Beispiel mehr als tausend Worte: Wenn es um ein Möbelhaus geht, in dem auch die Kundschaft mit "Du“ angesprochen wird, wissen alle gleich, welches Unternehmen gemeint ist,ohne dass der Name genannt werden muss.Andersrum funktioniert Corporate Wording auch als Abgrenzung zur Konkurrenz, die unter Umständen ein ähnliches Produkt auf eine ganz andere Weise kommuniziert.
Auch intern hat Corporate Wording großen Einfluss: Ist eine Kommunikationslinie festgelegt und eventuell sogar schon anhand von Vorlagen für gängige Kommunikationssituationen umgesetzt, gibt dies den Mitarbeitenden Sicherheit und Orientierung. Und spart letztlich Zeit, weil nicht zu jedem Vorgang neu überlegt werden muss, wieSachverhalt, Werbung oderanderesam besten sprachlich transportiert werden können.
Viele kleine Entscheidungen formen dieStrategie
Zu einer Corporate-Wording-Strategie gehören viele Aspekte, deshalb müssen Gründungswillige hier zahleiche kleineEntscheidungen treffen, diealle zusammen ein rundes Ganzes ergeben.Dazu gehören Fragen wie:
Duzen oder Siezen wir die angesprochenen Personen?
Nutzen wir Anglizismen?
Wie groß soll der Anteil von Fachbegriffen in unserer Kommunikation sein?
Wie gehen wir mit geschlechtergerechter Sprache um?
Gibt es Begriffe, die wir meiden wollen?
Auch ein Blick über das eigene Unternehmenhinausgehört in der Phase der Strategieentwicklung dazu. Eine Analyse der Zielgruppe, die grundsätzlich für die Erstellung einer passendenMarketingstrategie vorgenommen werden sollte,kann Aufschluss darüber geben, wie die Zielgruppe spricht. Eine Art sich dieser Frage zu nähern ist,beim Konzept derBuyerPersonas ebenfalls zu überlegen, welchen Kommunikationsstil die jeweils betrachtete Personaspflegen.Sindsie eher auf der emotionalen Schiene zu erreichen, sind persönliche Ansprache und gefühlsorientierte Argumentation Mittel der Wahl. Ist die Zielgruppe eher mit Fakten zu überzeugen, müssen rationale Begründungen, Zahlen und Daten in den Kommunikationsstil integriert werden.
Last but not least beeinflusst auch das Produkt oder die Dienstleistung, die kommuniziert werden soll, die Ausgestaltung der Corporate Language. Ist es sehr erklärungsbedürftig oder lassen sich Inhalt und Zweck auf den ersten Blick erfassen?Je nachdem wie diese Frage beantwortet wird, muss auch der Kommunikationsstil angepasst werden.
Ergebnisse für die Zukunft festhalten
Sind all diese kleinen und großen Fragen beantwortet, kann die Erstellung einer Corporate-Wording-Strategie in Angriff genommenundfür alle Mitarbeitenden zugänglich in einem Handbuch festgehalten werden.Diesessollte nicht nurdie entwickelte Sprachwelt und Regelnenthalten, sondern auchdo’sunddont’s. Viele Firmen haben beispielsweise Listen sogenannter „Love-Words“ und „No-Words“. Auf der Love-Word-Liste finden Lesende Wörter, die Marke, Mission und Unternehmen passend abbilden und deshalb immer wieder verwendet werden (sollen).Im Gegensatz dazu enthält dieNo-Words-Liste Begriffe, die es zu vermeiden gilt, weil sie Markenkern oder zu transportierender Botschaft entgegenstehen.Zudem können konkrete Beispiele und auch Textbausteineoder fertige Vorlagenin das Handbuch aufgenommen werden.
Ähnlich wie ein Design Manual dient ein Corporate-Wording-Manual allen Beteiligten als Orientierung für die Zukunft und fungiert als Leitfaden, wiedas Unternehmen nach außen auftreten will.
Der Aufwand lohnt sich
Ebenso wie viele andere Maßnahmenaus dem Bereich Marketingkann die Entwicklung eines Corporate Wording zeitintensiv sein. Holt man sich Expertise von außen zur Unterstützung, kommen zusätzlich Kosten auf Gründerinnen und Gründer zu.Dennoch lohnt sich der Aufwand. Schafft man es als Unternehmen nicht, die gewählte Zielgruppe passend anzusprechen, bleibt der Erfolg aus – unabhängig davon, wie gut Produkt oder Dienstleistung eigentlich sind. Andersherum sorgt die passende Kommunikation dafür, dass Mission, Inhalte und Produkte optimal präsentiert werden.