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Künstliche Intelligenz Quelle:majcot/Shutterstock

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Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) gilt heute als eine der entscheidenden Schlüsseltechnologien. Mit der teilweise sprunghaften Verbesserung von KI-Verfahren und der gleichzeitig zunehmenden Verfügbarkeit von Daten erweitern sich die Einsatzmöglichkeiten von KI. Das rasche, effiziente und effektive Aufgreifen dieser Einsatzmöglichkeiten ist ein entscheidender Faktor, um die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu erhalten und zu stärken.

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Suche nach KI-Fachkräften

Die Suche nach KI-Fachkräften in Deutschland

Wenn Unternehmen Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) entwickeln möchten, benötigen sie qualifiziertes Personal mit entsprechenden Kompetenzen. Gerade im Hinblick auf spezialisierte Fachkräfte, die KI entwickeln, existiert in Deutschland eine angespannte Fachkräftesituation. Vor diesem Hintergrund wird in der vorliegenden Studie untersucht, welche Strategien Unternehmen in Deutschland verfolgen, um passende KI-Fachkräfte zu gewinnen. Dafür wird ein Datensatz mit Online-Stellenanzeigen aus den Jahren 2019 bis 2024 ausgewertet. Mithilfe eines Machine-Learning-Modells werden Stellenanzeigen für KI-Entwickler identifiziert. Diese werden vergleichbaren Stellenanzeigen von denselben ausschreibenden Unternehmen mit ähnlichen Anforderungsniveaus gegenübergestellt. Aus diesem Vergleich lassen sich folgende Rekrutierungsprofile für KI-Entwickler ableiten:

  • Insgesamt suchten Unternehmen in Deutschland zwischen 2019 und 2024 im Durchschnitt in 0,9 Prozent der Stellenanzeigen KI-Entwickler.
  • Die Zahl der KI-Entwickler-Stellenanzeigen nahm von etwa 23.000 im ersten Quartal des Jahres 2019 auf 37.000 im ersten Quartal 2024 kontinuierlich zu.
  • Stellenanzeigen für KI-Entwickler waren dreimal so häufig auf Englisch formuliert (31 Prozent) wie Stellen derselben Unternehmen mit vergleichbarem Anforderungsniveau (11 Prozent). Dies deutet auf eine gezielte Strategie der Unternehmen hin, bei KI-Entwickler-Stellen einen besonders international ausgerichteten Bewerberkreis anzusprechen. Auch zusätzliche Deutschkenntnisse werden in den englischsprachigen KI-Entwickler-Stellen seltener gefordert.
  • In 1,1 Prozent der KI-Entwickler-Stellen boten Unternehmen Bewerbern Unterstützung beim Visa-Antrag an – mehr als doppelt so häufig wie in Stellen der Referenzgruppe. Dies könnte einen gezielten Fokus auf Bewerber aus dem außereuropäischen Ausland andeuten. Allerdings schlossen Unternehmen in KI-Entwickler-Stellen auch häufiger Visa-Unterstützung explizit aus und gaben insgesamt sehr selten eine Information hierzu an. Dies könnte auf derzeit noch ungenutztes Potenzial hinweisen, um gerade außereuropäische Bewerber zu gewinnen.
  • Unternehmen in Deutschland boten im Jahr 2024 in nahezu jeder zweiten KI-Entwickler-Stelle mobiles Arbeiten an, während dieselben Unternehmen dies bei allen Stellen mit vergleichbarem Anforderungsniveau nur in 38 Prozent der Stellenanzeigen taten.
  • Dabei wird in ländlichen Räumen typischerweise weniger mobiles Arbeiten angeboten – bei KI-Entwicklern ist der relative Unterschied zwischen Städten und ländlichen Räumen aber vergleichsweise geringer als in der Referenzgruppe.
  • Vollständige Fernarbeit war in KI-Entwickler-Stellen mit 1,3 Prozent häufiger möglich als in Stellen der Referenzgruppe (0,7 Prozent).

Insgesamt verdeutlichen die identifizierten Rekrutierungsprofile, dass in KI-Entwickler-Stellen erkennbar mehr Flexibilität geboten wird, als in Stellen derselben Unternehmen mit identischem Anforderungsniveau. Die angespannte Fachkräftesituation scheint Unternehmen, die KI-Entwickler suchen, zu besonderen Anstrengungen zu veranlassen, um diese Stellen trotzdem erfolgreich besetzen zu können. Gleichzeitig zeigt die vorliegende Analyse aber auch, dass das Maximum an angebotenen Benefits und Flexibilitäten noch nicht erreicht ist – gerade in den Bereichen Visa-Unterstützung, mobiles Arbeiten und erforderliche Sprachkenntnisse. Um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu erhalten, ist der Einsatz von KI und damit die Beschäftigung von qualifizierten KI-Beschäftigten und insbesondere KI-Entwicklern notwendig. Neben einer passgenauen und fokussierten Aus- und Weiterbildung hierzulande ist dafür die internationale Fachkräftezuwanderung essenziell.

Rekrutierungsstrategien in Stellenanzeigen

09.01.2025

Publikationen: Die Suche nach KI-Fachkräften in Deutschland (2025)

Rekrutierungsstrategien in Stellenanzeigen

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KI-Einsatz in Unternehmen

KI-Einsatz stagniert in deutschen Unternehmen

Deutsche Unternehmen nutzen Künstliche Intelligenz (KI) im EU-Vergleich überdurchschnittlich oft. Allerdings stagniert dieser Wert seit 2021. Das zeigt die aktuelle Studie „KI-Einsatz in Unternehmen in Deutschland: Strategische Ausrichtung und internationale Position“.

KI-Stagnation in Deutschland überrascht

In der öffentlichen Diskussion erfährt KI eine immer größere Aufmerksamkeit und gilt als der bestimmende technologische Trend. Vor diesem Hintergrund überrascht es umso mehr, dass die Nutzung von KI seit 2021 nur um einen Prozentpunkt stieg. Im europäischen Vergleich steht Deutschland dennoch gut da.

Im Jahr 2023 nutzten zwölf Prozent der gewerblichen Unternehmen in Deutschland KI für ihre Geschäftstätigkeit. 2021 waren es mit elf Prozent nur ein Prozentpunkt weniger. Der Zuwachs geht auf die Informations- und Kommunikationsbranche sowie den Handel zurück.

Eine deutlich schnellere Verbreitung von KI in Unternehmen wäre eigentlich zu erwarten gewesen, angesichts der insgesamt positiven Auswirkungen auf die Produktivität und der sehr dynamischen Entwicklung ihrer Einsatzmöglichkeiten, besonders in Form von generativer KI wie ChatGPT.

Zahlen mit Vorsicht behandeln

Allerdings gibt es Hinweise, dass die Zahlen mit Vorsicht verwendet werden sollten. Für 2023 gaben fünf Prozent aller Unternehmen keinen KI-Einsatz an, obwohl sie in einer der Vorjahreserhebungen KI-Nutzung angegeben hatten. Diese Unternehmen haben entweder zwischenzeitlich die KI-Nutzung eingestellt oder die KI-Verfahren sind ein so selbstverständlicher Teil der Geschäftsaktivitäten geworden, dass die Antwortpersonen sie nicht präsent hatten. Rechnet man auch diese Unternehmen in die Verbreitung von KI mit ein, so ergibt sich für das Berichtsjahr 2023 ein deutlicher Anstieg der KI-Nutzung im Vergleich zu 2021.

IT-, Rechts- und Steuer-Dienstleistungen bei KI vorne

Die Branchengruppe mit dem höchsten Anteil von KI nutzenden Unternehmen sind IT-Dienstleistungen (42 Prozent). Ein wesentlicher Teil der KI-Aktivitäten in dieser Branche geht auf die Entwicklung und Kommerzialisierung neuer KI-Anwendungen zurück. Darauf folgt Rechts- und Steuerberatung (36 Prozent), die KI häufig zur automatisierten Verarbeitung oder Erstellung von Dokumenten einsetzt. Forschung und Entwicklung (FuE) liegt gleichauf. Hier analysieren und modellieren KI meist Daten. Weitere Branchen mit einer hohen Verbreitung von KI sind Banken (34 Prozent), Unternehmensberatung (27), Rundfunk und Telekommunikation (26) sowie die Medienbranche mit Verlagen, Film- und Tonstudios (26).

KI-Nutzung im internationalen Vergleich überdurchschnittlich – aber nicht Spitze

2023 setzten im Durchschnitt aller 27 EU-Mitgliedstaaten acht Prozent der Unternehmen KI ein. Für Deutschland beträgt der Vergleichswert 11,6 Prozent. EU-Länder mit einer größeren Verbreitung von KI im Unternehmenssektor sind Dänemark, Finnland, Belgien und die Niederlande.

Deutschland liegt bei allen Branchengruppen über dem EU-Durchschnitt. In den Top-3-Werten und damit international vorne beim Einsatz von KI liegen deutsche Beratungs- (Rechts-, Steuer-, Unternehmensberatung, Ingenieurbüros, FuE, Werbung, Kreativdienstleistungen) und sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (wie Arbeitnehmerüberlassung, Bewachung oder Reinigung).

Strategische Ausrichtung und internationale Position

19.08.2024

Publikationen: KI-Einsatz in Unternehmen in Deutschland (2024)

Strategische Ausrichtung und internationale Position

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Ökosystem für KI-Startups

Deutsche KI-Start-ups boomen – doch Fachkräftemangel bremst

Die Zahl an KI-Start-ups in Deutschland ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Durchschnittlich erwirtschaften sie schon elf Monate nach ihrer Gründung den ersten Umsatz. Insbesondere der Fachkräftemangel verhindert jedoch ein stärkeres Wachstum der Branche. Das ergab die Studie „Das Ökosystem für KI-Startups in Deutschland“ zu Start-up-Bedingungen von KI-Unternehmen in Deutschland. Über 200 Start-ups haben sich daran beteiligt.

Fachkräftemangel größtes Hemmnis

Deutschland verfügt über eine ausgeprägte Start-up-Kultur im Bereich KI. Jedoch würde das Wachstum der Branche wesentlich höher ausfallen, wenn die Unternehmen ihre freien Positionen besetzen könnten. Gut ein Drittel der Start-ups konnte 2022/23 offene Positionen nicht füllen. Dabei waren Stellen aus allen Feldern betroffen, nicht nur spezialisierte KI- und IT-Jobs, sondern auch Positionen außerhalb davon. KI-Start-ups, die stark wachsen, haben häufiger offene Stellen. Das knappe Fachkräfteangebot stellt sie vor große Herausforderungen. Dies unterstreicht, dass der Fachkräftemangel insbesondere wachstumsstarke KI-Start-ups bei ihrer Expansion behindert.

Ideelle Werte wichtiger als Profit

Mit mehr als 3.000 jungen Unternehmen (2021) verfügt Deutschland über eine sehr große Start-up-Szene im Bereich Künstlicher Intelligenz. Die Szene ist gut vernetzt: Mehr als drei Viertel der Unternehmen zählen andere KI-Start-ups zu ihren Kunden. Die Ergebnisse zeigen, dass KI-Start-ups konkrete Probleme in Wirtschaft und Gesellschaft angehen wollen. Beiträge zur Lösung gesellschaftlicher Probleme fallen stärker ins Gewicht als schnelles Wachstum oder hohe Einkommen zu generieren.

Umsatz schon nach elf Monaten

Schon nach kurzer Zeit erwirtschaften Start-ups im Bereich KI Umsatz. Im Durchschnitt liegen elf Monate zwischen Gründung und ersten Erlösen. Neben dem Fachkräftemangel bestehen die größten Herausforderungen für KI-Start-ups in der Finanzierung neuer Projekte sowie rechtlichen Regularien zum Datenschutz. Dagegen spielt die IT-Infrastruktur in Deutschland in Form von Breitbandzugang und Zugriff zu Hochleistungsrechnern eine deutlich geringere Rolle.

Das Ökosystem für KI-Startups in Deutschland

01.08.2023

Publikationen: Das Ökosystem für KI-Startups in Deutschland (2023)

Vermarktung, Finanzierung, Fachkräfte und Vernetzung in Unternehmensgründungen im Bereich Künstliche Intelligenz

PDF, 1 MB

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