Navigation

Methodik Quelle: K i N G W i N/Shutterstock.com

© Quelle: K i N G W i N/Shutterstock.com

Digitalisierungsindex

Wie digital fortgeschritten ist die deutsche Wirtschaft? Wo gibt es Unterschiede zwischen Regionen oder zwischen Unternehmen verschiedener Branchen und Größen? Wie hat sich die Digitalisierung der Wirtschaft in Deutschland auf diesen verschiedenen Ebenen entwickelt? Diese und weitere Fragen beantwortet der Digitalisierungsindex, indem er jährlich den digitalen Status quo der deutschen Wirtschaft abbildet.

Sprungmarken-Navigation

Kernergebnisse des Digitalisierungsindex 2024

Kernergebnisse des Digitalisierungsindex 2024

  • Die Digitalisierung der Wirtschaft in Deutschland nimmt im Jahr 2024 zu: Der Digitalisierungsindex beträgt 113,6 Punkte im Jahr 2024 im Vergleich zu 108,1 Punkten im Jahr 2023. Nach dem starken Anstieg im Jahr 2021 stagnierte der Indexwert in den letzten beiden Erhebungsjahren.
  • Die IKT-Branche, große Unternehmen, die Bundeslandgruppe Süd (Baden-Württemberg und Bayern) sowie der Regionstyp Stadt bleiben wie in den Vorjahren mit deutlichem Abstand Digitalisierungsvorreiter.
  • Die Branchengruppe Baugewerbe, Ver- und Entsorgung, kleine Unternehmen, die Bundeslandgruppe Ost (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) und der Regionstyp Land weisen analog zum Jahr 2023 den größten Aufholbedarf auf.
  • Während die Branchengruppen enger zusammenrücken, vergrößern sich die Digitalisierungsunterschiede bei den Unternehmensgrößenklassen, den Bundeslandgruppen und Regionstypen.
  • Trotz der anhaltenden Krisensituation mit geopolitischen Konflikten, hohen Energiepreisen, gestörten Lieferketten, Inflation und genereller Unsicherheit wird die deutsche Wirtschaft vor allem in den unternehmensinternen Kategorien im Jahr 2024 deutlich digitaler. Dies sendet ein Signal der Robustheit.
  • Die Entwicklung der unternehmensexternen Rahmenbedingungen ist zwiegespalten. Auf der einen Seite verbessert sich die technische Infrastruktur weiter und auch positive Nachfrageimpulse aus der Gesellschaft nehmen zu. Auf der anderen Seite liegt weiterhin ein beträchtlicher Fachkräfteengpass in Digitalisierungsberufen vor, externe Innovationsimpulse werden weniger und der Ausbau des E-Government verläuft zu langsam. So droht eine langsame Verwaltungsdigitalisierung zunehmend den digitalen Transformationsprozess der deutschen Wirtschaft zu bremsen.

Digitalisierung in Deutschland

  • Der deutschlandweite Indexwert beträgt 113,6 Punkte im Jahr 2024 im Vergleich zu 108,1 Punkten im Vorjahr.
  • Nachdem sich in den Jahren 2021 und 2022 noch die unternehmensexternen Kategorien als Treiber der Digitalisierung ausmachen ließen und sich im Jahr 2023 insgesamt keine Zuwächse zeigten, sind im Jahr 2024 vor allem die unternehmensinternen Kategorien die Treiber der Digitalisierung. Im Durchschnitt gewinnen die unternehmensinternen Kategorien um 7,9 Punkte, die unternehmensexternen Kategorien um 3,6 Punkte.
  • Den stärksten absoluten Zuwachs im Vergleich zum Jahr 2023 verzeichnet die unternehmensinterne Kategorie Produkte. Sie bildet ab, welchen Anteil ihres Umsatzes Unternehmen mit digitalen oder teildigitalen Produkten oder Dienstleistungen erwirtschaften. Der Kategorienwert steigt um 28,5 Punkte auf 116,4 Punkte.
  • Den stärksten Rückgang zeigt die unternehmensexterne Kategorie Innovationslandschaft. Ihr Wert sinkt von 109,5 auf 103,4 Punkte. Grund ist vor allem ein Rückgang der wissenschaftlichen Publikationen mit Digitalisierungsbezug sowie der FuE-/Innovations-Kooperationen.

Digitalisierung nach Branchen

Auf der Ebene der sieben Branchengruppen zeigt sich ein Anstieg der Digitalisierung. Der Branchendurchschnitt nimmt von 104,8 Indexpunkten im Jahr 2023 auf 112,5 Punkte im Jahr 2024 zu.1 Große Verschiebungen in der Digitalisierungsstruktur der Branchen gibt es auch 2024 nicht.

  • Spitzenreiter bei der Digitalisierung bleibt auch im Jahr 2024 die IKT-Branche. Sie erreicht einen Indexwert von 285,1 Punkten. Gegenüber dem Vorjahr sinkt in der IKT-Branche als einzige Branchengruppe der Indexwert um 3 Punkte.
  • Schlusslicht bei der Digitalisierung bleibt auch im Jahr 2024 die Branchengruppe Baugewerbe, Ver- und Entsorgung mit 67,6 Punkten.
  • Den stärksten Zuwachs verzeichnet die Branchengruppe Unternehmensnahe Dienstleister. Hier steigt der Indexwert von 119,7 Punkte im Jahr 2023 auf 126,2 Punkte im Jahr 2

1 Die Durchschnitte der einzelnen Differenzierungsebenen können vom Deutschlandindex abweichen, da nicht alle Indikatoren und Kategorien auf allen Differenzierungsebenen des Index verfügbar oder relevant sind.

Digitalisierung nach Unternehmensgrößenklassen

Auf der Ebene der Unternehmensgrößenklassen steigt die Digitalisierung im Jahr 2024 in allen drei Größenklassen an. Insgesamt unterscheiden sich die Digitalisierungsgrade der Unternehmensgrößenklassen weiterhin deutlich. Im Jahr 2024 nimmt der Durchschnitt der Unternehmensgrößenklassen von 104,7 Punkten im Jahr 2023 auf 112 Punkte zu.

  • Große Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten legen erstmals seit 2021 wieder in der Digitalisierung zu. Sie sind weiterhin die am stärksten digitalisierte Unternehmensgrößenklasse mit 203,4 Punkten im Jahr 2024 im Vergleich zu 191,8 Punkten im Jahr 2023.
  • Mittlere Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten verzeichnen nach Verlusten im Vorjahr einen deutlichen Anstieg der Digitalisierung. Ihr Indexwert steigt von 122,3 Punkten im Jahr 2023 auf 135,8 Punkte im Jahr 2024.
  • Der Indexwert der kleinen Unternehmen mit 1 bis 49 Beschäftigten steigt auf 101,7 Punkte im Jahr 2024 gegenüber 94,5 Punkten im Jahr 2023.

Digitalisierung nach Bundeslandgruppen

Auf der Ebene der vier Bundeslandgruppen zeichnen sich deutliche Zuwächse der Digitalisierung ab. Der Bundeslandgruppendurchschnitt steigt von 111,2 Punkten im Jahr 2023 auf 119,1 Punkte im Jahr 2024. Wie im Vorjahr steigt der absolute Abstand zwischen der am stärksten und der am schwächsten digitalisierten Bundeslandgruppe im Jahr 2024 weiter an.

  • Alle Bundeslandgruppen können im Jahr 2024 in der Digitalisierung zulegen – am stärksten die Bundeslandgruppe West (Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland). Ihr Indexwert steigt von 103,2 Punkten im Jahr 2023 auf 115,2 Punkte im Jahr 2024 und klettert damit im Ranking von Platz drei im Jahr 2023 auf Platz zwei im Jahr 2024.
  • Die am schwächsten digitalisierte Bundeslandgruppe ist im Jahr 2024 weiterhin die Bundeslandgruppe Ost (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen). Sie gewinnt 2,4 Indexpunkte und kommt auf insgesamt 100,4 Punkte.
  • Stark überdurchschnittlich bleibt die Bundeslandgruppe Süd (Baden-Württemberg und Bayern) mit 135,5 Indexpunkten im Jahr 2024. Sie verzeichnet einen Anstieg von 6,5 Punkten und belegt damit weiterhin den ersten Rang.
  • Die Bundeslandgruppe Nord (Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein) verbessert sich mit knapp 11 Punkten deutlich. Aus 104,1 Indexpunkten im Jahr 2023 werden 115 Punkte im Jahr 2024. Damit belegt die Bundeslandgruppe Nord knapp hinter der Bundlandgruppe West den dritten Platz.

Digitalisierung nach Regionstypen

Auch auf der Ebene der zwei Regionstypen kommt es im Jahr 2024 zu einem Zuwachs im Digitalisierungsindex. Insgesamt steigt der Durchschnitt der Regionstypen von 112,8 Indexpunkten im Jahr 2023 auf 124,6 Punkte im Jahr 2024. Der absolute Abstand zwischen den Indexwerten der Regionstypen Stadt und Land steigt damit anders als im Vorjahr wieder leicht an.

  • Der Regionstyp Stadt verzeichnet nach leichten Verlusten im Vorjahr im Jahr 2024 wieder einen deutlichen Zuwachs in der Digitalisierung. Der Indexwert steigt um 11,6 Punkte auf 142,5 Punkte. Damit bleiben Städte mit einem Abstand von 29,2 Punkten zum Indexwert des Regionstyps Land Vorreiter in der Digitalisierung.
  • In ländlichen Räumen kommt es ebenfalls zu einem Anstieg der Digitalisierung, der mit 10,9 Punkten nur geringfügig kleiner ausfällt als der Zuwachs des Regionstyps Stadt. Der Indexwert der ländlichen Räume steigt von 102,3 Punkten im Jahr 2023 auf 113,2 Punkte im Jahr 2024.
Digitalisierungsindex 2024 - Langfassung Ergebnispapier

11.12.2024

Publikationen: Digitalisierung der Wirtschaft in Deutschland

Digitalisierungsindex 2024 - Langfassung Ergebnispapier

PDF, 2 MB

Öffnet PDF "Digitalisierung der Wirtschaft in Deutschland" in neuem Fenster.

11.12.2024

Publikationen: Digitalisierung der Wirtschaft in Deutschland

Digitalisierungsindex 2024 - Kurzfassung

PDF, 501 KB

Öffnet PDF "Digitalisierung der Wirtschaft in Deutschland" in neuem Fenster.

11.12.2024

Publikationen: Digitalisation of the Economy in Germany

Digitalisation Index 2024 - Summary

PDF, 473 KB

Öffnet PDF "Digitalisation of the Economy in Germany" in neuem Fenster.

26.12.2023

Publikationen: Glossar Indikatoren

PDF, 429 KB

Öffnet PDF "Glossar Indikatoren" in neuem Fenster.

Messung der Digitalisierung der Wirtschaft am Standort Deutschland 

Messung der Digitalisierung der Wirtschaft am Standort Deutschland 

Der Digitalisierungsindex misst den Stand der Digitalisierung der Wirtschaft am Standort Deutschland mithilfe von 36 Indikatoren. Diese bilden jeweils verschiedene Dimensionen der Digitalisierung ab. Sie zeigen damit ein umfassendes Bild des Status quo der Digitalisierung von Unternehmen sowie des Umfelds, in dem diese aktiv sind. Aggregiert ergeben die Indikatoren einen Indexwert für die Digitalisierung der Wirtschaft in Deutschland insgesamt.

Eine Übersicht über den Aufbau des Digitalisierungsindex finden Sie hier.

Im ersten Betrachtungsjahr 2020 ist der Digitalisierungsindex für Deutschland auf den Wert 100 normiert.

Unterschiede bei der Digitalisierung 

Die Digitalisierung ist nicht überall gleich weit fortgeschritten. Daher wird der Index – soweit möglich – nach Bundeslandgruppen, Regionstypen, Branchen und Unternehmensgrößen differenziert. Es lässt sich damit analysieren, welche Branche im Vergleich zu anderen besonders stark digitalisiert oder in welcher Bundeslandgruppe die Digitalisierung der Unternehmen besonders weit fortgeschritten ist.

Entwicklung der Digitalisierung

Entwicklung der Digitalisierung 

Der Digitalisierungsindex wird jährlich aktualisiert. Damit kann er seit 2021 auch die Entwicklung der Digitalisierung der Wirtschaft insgesamt sowie auf den einzelnen Differenzierungsebenen (Bundesland, Regionstyp, Branche, Unternehmensgröße) abbilden. Anhand der möglicherweise erzielten Fortschritte und beobachtbaren Defizite lassen sich dann Handlungsempfehlungen ableiten. Ziel ist es, die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Gestaltung der Digitalisierung der Wirtschaft in Deutschland zu schaffen.

Aufbau des Index

Der Digitalisierungsindex setzt sich aus zwei Subindizes zusammen. Ein Subindex beinhaltet unternehmensinterne Faktoren, das heißt, er bildet die Aktivitäten der Unternehmen ab. Der Subindex für die unternehmensexterne Perspektive beschreibt dagegen das Umfeld, in dem die Unternehmen agieren.

Diese beiden Subindizes beinhalten jeweils fünf Kategorien. Zum unternehmensinternen Subindex gehören die Kategorien Prozesse, Produkte, Geschäftsmodelle, Qualifizierung und Forschungs- und Innovationsaktivitäten. Die Kategorien Technische Infrastruktur, Administrativ-rechtliche Rahmenbedingungen, Gesellschaft, Humankapital und Innovationslandschaft zählen zum unternehmensexternen Subindex.

Die 36 Indikatoren teilen sich auf die verschiedenen Kategorien auf.

Weitere Publikationen zum Digitalisierungsindex

Downloads

Im Downloadbereich finden Sie alle Publikationen rund um die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft.

Mehr erfahren

Methodik Quelle: K i N G W i N/Shutterstock.com

Digitalisierungsindex

Öffnet Einzelsicht
Interaktives IndikatorenTool

Interaktives IndikatorenTool

Öffnet Einzelsicht
Schwerpunktstudie Quelle: zf L/GettyImages

Schwerpunktstudie: Digitale Souveränität

Öffnet Einzelsicht
Branchenbilder: Quelle: ipopba/IStockphoto

IKT-Branchenbild

Öffnet Einzelsicht
Technologie- und Trendradar Quelle: nokturnal/Adobe Stock

Technologie- und Trendradar

Öffnet Einzelsicht
Satellitenkonto Quelle: nirutft/Adobe Stock

Satellitenkonto

Öffnet Einzelsicht
Kompetenzbarometer Quelle: shutterstock

Kompetenzbarometer

Öffnet Einzelsicht
Produktivitätseffekte der Digitalisierung Quelle: Andrey Popov/Adobe Stock

Produktivitätseffekte der Digitalisierung

Öffnet Einzelsicht